Team Edward? Team Jacob?

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An der Grenze zum Quileute Reservat, USA 2014

 

Es gibt einen großen Hafen in einer kleinen Stadt am amerikanischen Festland. Hier läuft unser Schiff an, um Vorräte aufzufüllen und um den Passagieren nach fünf Seetagen mal wieder Auslauf zu gewähren. Nicht weiter spannend, wenn es sich bei der kleinen Stadt nicht um Port Angeles handeln würde. Port Angeles…war das nicht…GENAU, hier hat sich Bella ihr Dress für die Prom Night gekauft!

Ich oute mich jetzt hier mal. Als der erste Twilight-Film vor sechs Jahren im Kino lief, fand ich den toll. Der Rest der Twilight-Saga war meiner Meinung nach ziemlich abgefischter Schrott, aber der ersten Teil, hey, der war ganz gut. Okay, vielleicht auch wegen des gutaussehenden Hauptdarstellers Robert Pattinson aka Edward Cullen. Team Jacob war ich auf jeden Fall nie.
Mittlerweile bin ich zwar älter und hoffentlich auch etwas weiser geworden – es steht jedoch außer Frage, dass wir uns den Drehort von „Twilight“ angucken, wenn wir schon mal in Port Angeles sind. Natürlich tun wir das! Mehr gibt es hier ohnehin nicht zu tun.

Der Hauptschauplatz des Films ist neben Port Angeles das kleine Städtchen Forks, welches etwa eine Autostunde von Port Angeles entfernt liegt. Was tun wir also? Klar, für lächerlich viel Geld ein Auto mieten und dorthin fahren. Nach kurzen Recherchen stellen wir zwar fest, dass die „Twilight“-Saga nur teilweise im echten Port Angeles und Forks gedreht worden ist (Danke, Simone ;)) , doch so what?! Das interessiert weder uns noch die vielen hungrigen Trittbrettfahrer, die überall Twilight-Souvenirs anbieten. Und die Umgebung sieht wirklich täuschend echt aus, wie im Film! Die hohen Wälder, der permanente Regen und dieser leicht grün-blaue Farbfilter, der sich langsam über unsere Linsen legt, lassen erahnen, dass sowohl die Schriftstellerin als auch die Regisseurin eine gute Arbeit geleistet haben.

Die Stadt Forks sieht der im Film leider nicht mehr so ähnlich. Die örtliche High School ist kein schicker Gebäudekomplex mit großem Parkplatz für die coolen Kids, sondern ein langweiliger, flacher Beton-Bunker mit stinknormalen amerikanischen Schulklassen. Die Häuser in den Straßen sehen auch nicht so nostalgisch-romantisch aus wie das von Bella und ihrem Dad. Eher so wie von der unteren amerikanischen Mittelklasse. Funktional und eintönig. Das Leben pulsiert derweil auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums. Langweilig und Trostlos. Nicht mal das Burger-Restaurant „Diner“ gibt es hier. Schnarch.

Mit Blick auf die Karte entdeckten wir aber auch das Quileute Reservat, das nicht nur im Film existiert. Es ist um den atemberaubenden Strand „La Push“ angesiedelt, der ebenfalls Teil des Films ist. Hier wird Jacob vom langhaarigen Flanellhemdträger zum kurzhaarschnittigen Werwolf ohne T-Shirt. Mit der Realität hat das nicht viel zu tun. Das Quileute Reservat gab es lange vor dem „Twilight“-Boom, auch wenn die Transformation in einen Wolf durchaus Teil ihrer Legenden ist. Auch ein großes Schild weist uns bei der Einfahrt darauf hin, dass hier keine Vampire zugelassen sind. Das zeigt wohl, dass die Bewohner den ganzen Hype um „Twilight“ mit Humor nehmen. Glauben wir zumindest. Denn obwohl wir ein paar Stunden im Reservat verbringen, sehen wir außer einer handvoll Touristen keine Menschenseele. Das Leben scheint hier sehr ruhig und gemächlich zu sein. Vielleicht liegt an es an den fehlenden Vampiren in der Umgebung?! Dem Ort tut es auf jeden Fall gut. Und uns auch. Da könnte man sich glatt überlegen, zu Team Jacob wechseln 🙂

2 Kommentare zu „Team Edward? Team Jacob?

    Simone sagte:
    Juli 8, 2014 um 7:50 am

    Hallo Sarah und Family! Bei unserer USA Rundreise durfte Seattle und Umgebung nicht fehlen, so haben wir uns auch die Olympic Peninsula mit Forks angeschaut. Der Hype in diesem Nest ist wirklich erstaunlich und es war nicht zu übersehen. Was uns jedoch gesagt wurde ist dass ein Teil des Films sehrwohl dort gedreht wurde. Das Haus von Bellas Vater (schaut wirklich so aus – ist in einer Seitenstrasse von Forks) und der Supermarkt (Outfitters). Ihr original Truck steht vor dem Visitor Center von Forks was zugleich auch ein Museum ist. In Port Angeles soll es ein Cafe geben wo auch gedreht wurde.
    LG Simone

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      Juli 8, 2014 um 8:06 am

      Hey Simone, aaaaargh, sowas sagst Du mir jetzt 🙂 Ich hätte zu gern dieses Haus von Bella und ihrem Dad gesehen. Da haben wir uns wohl auf Fehlinformtionen verlassen, haben extra in verschiedenen Läden gefragt. Ich korrigiere das in unserem Post, danke für die Info :)))

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