Hawaiian Islands mit Kind

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Julian und Alejandra am Waimea Canyon, Kauaʻi, Hawaii 2014Wir sind in amerikanischen Gewässern angekommen. Das fühlt, riecht, sieht und, ja, schmeckt man. Hier ist Starbucks wieder Dein Kaffeelieferant, zudem ein Garant für kostenfreies WiFi und die Einreiseprozedur gestaltet sich ähnlich kompliziert und langwierig wie an einem amerikanischen Flughafen. Insgesamt sind wir zu Gast auf den Inseln Oʻahu, Maui und Kauaʻi. Welche ist wohl die beste mit Kind?

Vorweg muss man sagen, dass jede dieser drei Inseln einen hohen touristischen Standard hat. Will heißen: Es gibt für jedes Budget eine Unterkunft, die Lebensmittelpreise sind teuer, jedoch nicht so teuer wie auf anderen pazfischen Inseln und die Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut. Eine Reise mit Kind auf die hawaiianischen Inseln, zumindest auf die großen Inseln bis auf Niʻihau (hier leben die Menschen vom Tourismus weitgehend unberühert und sehr basal), stellt demnach keine hohe logistische Anforderung dar. Trotzdem gibt es auf Oʻahu, Maui und Kauaʻi ein paar kleine, aber feine Unterschiede, die den Juhu-Faktor für die Kids ausmachen. Hier Julians und meine Tipps:

  1. Give Oʻahu a chance!

    Julian: Okay, okay, wir hatten ein paar Vorurteile, als wir nach Oʻahu gekommen sind. Ist das nicht die Insel mit Waikiki Beach, ein von Menschen dauerbelagerter Strand, dessen Kulisse von Wolkenkratzern verschandelt wird? Ist das nicht amerikanisches Großstadt-Feeling, für welches man nicht unbedingt bis nach Hawaii reisen muss, um es zu erleben? Und ja okay, beim ersten Erkundungsspaziergang vom Hafen in die Innenstadt Honolulus bestätigt sich auch genau dieser Eindruck. Doch manchmal lohnt es sich, hartnäckig zu bleiben. Nach dem Besuch in einem der unzähligen Starbucks-Filialen (Interneeet!!!) laufen wir zielstrebig zur nächsten Autovermietung „Enterprise„. Diese Firma bietet die niedrigsten Mietpreise auf der Insel an und so beschließen wir, uns Oʻahu hinterm Lenkrad anzusehen. Sobald man die dichte Hauptstadt Honolulus hinter sich gelassen hat, wird es auch schon richtig schön. Weite Strände, erhabene vulkanische Landschaftszüge und üppige Ananas-Plantagen zeichnen das Inselbild. Es lohnt sich also, einen Mietwagen zu organisieren. Was man jedoch nicht unterschätzen sollte, ist der dichte Verkehr. Auf der kleinen Insel Oʻahu leben viele Menschen in großen Autos. Geduld und viele Kinder-CD’s zum Zeitvertreib sind in langen Staus mehr als notwendig.


    Sarah: Vergesst McDonalds und Burger King – auch wenn diese Fast Food Filialen das Insel-Bild von Oʻahu erheblich prägen. Geht in eines der vielen Raw food Restaurants, die es vor allem in Honolulu gibt. Schon mal Fritten aus Kohlrabi gegessen? Oder eine Lasagne ohne Käse, aber viel Grünzeug? Die gibt es im „Greens & Vines Raw Vegan Gourmet Restaurant“ am am Kapiolani Boulevard. Die Speisekreationen sind ein Genuss, nicht nur für vegane Familien. Die Hauptspeisen werden bis max. 40°C gekocht und – selbstverständlich – mit einer menge Grünzeug angeboten. Dazu gibts leckere selbstgemachte Eistees oder Säfte, doch auch ein großes Angebot an Wein. Ziemlich spannend, auch für Kinder – bis auf den Wein natürlich 🙂

  2. Maui Reloaded!

    Julian: Auf Maui habe ich mich sehr gefreut. Im Sommer 2009 waren wir schon einmal hier, damals zu zweit und ohne Blick auf günstige Reisebedingungen für Familien. Doch ich kann mich erinnern, dass Maui im Vergleich zu Oʻahu wesentlich ruhiger und stressfreier war. Damals haben wir im „Kaanapali Beach Hotel“ gewohnt, indem auch sehr viele Familien mit Kindern waren. Das Hotel liegt direkt am Strand und ist im Gegensatz zu den vielen angrenzenden Hotel-Bunkern eine eher kleine, übersichtliche Anlage. Es riecht überall nach der klassischen Hawaii-Blüte Plumeria rubra.
    Weil es uns dort so gut gefallen hat, wollten wir mit Alejandra noch mal zum „Kaanapali Beach Hotel“ fahren. Um Plumeria rubra-Blüten zu sammeln, eine Runde schwimmen zu gehen und um uns an die gute Zeit zu erinnern, die wir an diesem Platz hatten. Ich weiß, dass ist irgendwie kitschig. Aber seid ihr mit Euren Kindern nicht auch mal zu Reisezielen zurückgekehrt, von denen ihr gelaubt habt, dass ihr wahrscheinlich nie wieder dahin kommt. Schon gar nicht mit Nachwuchs?


    Sarah: Ein Blick in den Kalender hat gereicht um zu beschließen, was ich unbedingt auf Maui machen möchte. WALE BEOBACHTEN! Ab Oktober bis Mai ist Buckelwalsaison in hawaiianischen Gewässern. Besonders Maui ist bei den kalbenden Buckelwalmamis sehr beliebt. Die Bucht von Lahaina liegt geschützt vor den zwei umliegenden Inseln Kahoʻolawe und Lānaʻi und ist zum aufziehen von kleinen Buckelwalbabys sehr geeignet.
    Es gibt eine große Anzahl von Anbietern auf Maui, die Touristen auf eine Walbeobachtungstour mitnehmen. Den ökologisch besten Ruf hat „Pacific Whale Foundation„, da sie nicht nur auf dem Boot sehr großen Abstand zu den Walen halten, sondern weil sie auch für den Schutz der hawaiianischen Gewässer und den hiesigen Buckewalen einstehen. Alejandra findet das alles aufgregend. Gemeinsam mit ihrer neuen Errungenschaft, der Krabbe „Mona“, machen wir eine Walbeobachtungstour raus aufs Meer. Mit ihr sind noch viele weitere Kinder an Bord, die mit Spannung Mamas und Babybuckelwale beim spielen beobachten. Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie! Leider geht uns mitten auf dem Meer der Motor schlapp und wir müssen mit viel Wartezeit von einem Rettungsboot aufgefischt werden. Aber so what, sowas passiert eben 😉

  3. Feuer, Wasser, Wind und Erde – Kauaʻi, gib uns alles!

    Julian: Auf Kauaʻi liegt der Hund begraben, so kann es einem zumindest vorkommen. Hier ist nicht viel los, doch das kann durchaus seine Vorteile haben. Weniger Mensch, mehr Natur – und was für eine! Allerdings braucht man auch hier wieder ein Auto, um selbstständig auf Entdeckungsreise zu gehen. Für dieses Vorhaben eignet sich am besten der Gang zum Flughafen. Nirgendwo sonst bieten so viele verschiedene Mietwagenfirmen ihren Sitz an. Die Preise haben es jedoch in sich. Man merkt, dass man am Rande der hawaiianischen Inselkette angekommen ist. Von hier aus kann man sogar schon Niʻihau sehen!
    Wir entscheiden uns trotzdem für einen kleinen Mietwagen und fahren einmal zum Ende Insel und wieder zurück (Auf Kauaʻi gehts nicht „rund“). Für Kinder ist das Angebot eher überschaubar. Es gibt wenig kreative Spielplätze, meistens sind sie nur mit einer Rutsche und einer Schaukel ausgestattet. Mehr Spaß bieten die langen, goldgelben, unberührten Strände, auf denen die Kids nach Herzenslust toben können. Beim Sprung ins Meer muss man allerdings wieder aufpassen. Die Strömungen sind sehr stark und das Wasser geht rasch steil ab.


    Sarah: Eines DER Highlights auf Kauaʻi ist sicherlich der Waimea Canyon. Der größte Canyon im Pazifik ist über die Westseite der Insel zu erreichen. Auf kurvigen, sehr gut ausgebauten Straßen geht es zick zack den Berg hinauf. Zwischendurch muss man immer wieder anhalten, um Bilder der roten Erde zu knipsen, die um einen herum ruht. Oder von dem fantastischen Ausblick auf den pazifischen Ozean, der ab und zu hinter einer Kurve zu sehen ist. Und ist man endlich oben angekommen, führt ein fünfminütiger Weg von einem Parkplatz zum Aussichtspunkt. Der Anblick des Canyons hat uns umgehauen! Wunderschön, atemberaubend, still. Außer ein paar Kameraklicks. Wen das nicht begeistert, kann im Anschluss frische oder getrocknete Früchte kaufen, die von einem kleinen Stand am Parkplatz verkauft werden. Deren Kauf gehört zum Besuch des Canyons einfach dazu und ist eine tolle Naschmahlzeit für den Weg zurück!

Und Alejandras Favorit? Definitv die Insel Maui! Die Buckelwalkuh und ihr Kalb beim spielen zu beobachten, war das schönste Erlebnis sie. Ein Besuch der Hawaii Inseln mit tierbegeisterten Kindern (welche sind das nicht?) sollte man also mit der Walsaison abstimmen 🙂

 

 

Ein Kommentar zu „Hawaiian Islands mit Kind

    Michael sagte:
    Juli 5, 2014 um 8:48 am

    Hallo Freunde, also, wenn die Familie Bauer in genau 10 Jahren zu fünft eine Jubiläumsreise ans andere Ende der Welt unternimmt, dann lassen sie diesen letztlich langweiligen Pazifik aus. Auch das Schiff mit letztlich nur altem Gemüse. Der Pazifik soll übrigens 20 000 Inselchen haben. Was soll’s. In der Zwischenzeit werden sie aber süchtig bleiben fremde Weltbereiche zu erkunden. Zuerst ist der Odenwald dran, der den Bretzenheimern bisher noch unbekannt ist. Es folgen dann Rhön und das Weserbergland. Also dann: Michael aus Königstein

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