„Hey Koalas, jetzt pennt doch nicht!“

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Koala im Baum, Cape Otway, Great Ocean Road, Australien 2014Nach einer fantastischen Wettervorhersage für die Great Ocean Road entschließen wir uns, nicht nach Tasmanien zu fliegen, sondern über Geelong in die Apollo Bay zu fahren. Das kleine Städtchen liegt im Herzen der Great Ocean Road und von dort aus wollen wir alle Highlights erkunden. Wir merken schnell, dass wir hier sogar schon mit einem Highlight beginnen.

Wir quartieren uns im „Apollo Bay Eco YHA„, einem kleinen architektonischen Meisterwerk, ein. Die Jugendherberge hebt sich nicht nur durch den futuristischen Baustil von anderen Unterkünften ab, sondern ist dazu noch extrem (!!!) sauber und bietet neben nachhaltigen Energieverbrauch auch noch allerhand Annehmlichkeiten an, welche man als Backpacker mehr als nur genießen kann: Ein wunderschönes Terrassendeck, gemütliche Socialrooms und freundliche Manager. Marjon und Jonathan führen die Apollo Bay Eco YHA gemeinsam mit ihrem zweijährigen Sohn Monty, in den sich Alejandra direkt verliebt. Wir fühlen uns so wohl hier, dass wir beschließen, ein paar Tage zu bleiben.

Marjon empfiehlt uns, einen der vielen Walking Tracks in der Umgebung zu laufen. Eine Möglichkeit ist es, einen Teil des „Great Ocean Walks“ zwischen Apollo Bay und Shelly Beach zu bewandern. Diese Strecke ist 9 km lang und führt sowohl durch Buschland als auch an der Küste entlang. Für 20$ lassen wir uns mit einem Taxi am Rande des Shelly Beach im Cape Otway Nationalpark absetzen und laufen schließlich bei 34°C, Alejandra auf dem Rücken und ein paar Litern Wasser im Rucksack los. Gleich zu Beginn sehen wir Koalas im Baum sitzen. Die knuffigen Tierchen lassen sich von uns nicht stören und schlummern friedlich in ihren Ästen dahin. Dabei hätte sich Alejandra so gewünscht, mal einen Koala beim naschen von Euykalyptusblättern zu beoachten. „Hey Koalas, jetzt pennt doch nicht!“, ruft sie ihnen zu. Doch keiner von ihnen bewegt sich nur 1 cm vom Fleck. Wir laufen also weiter uns kurz darauf schläft sie selbst in ihrer Kraxe ein. So ein Koalaleben kann eben ganz schön inspirierend sein 🙂
Auf unserem Weg lassen wir uns von den Stränden und Wäldern des Great Ocean Walks verzaubern. Trotzdem sind wir auf der Hut. Sowohl Schlangen als auch giftige Spinnen tummeln sich im Wald und wir haben Instruktionen bekommen, was wir im Falle einer Sichtung dieser Tiere tun sollen: Auf Spinnennetze achten, möglichst nicht durchlaufen; kräftige Schritte aufsetzen, um mit der Vibration auf dem Boden die Schlangen zu vescheuchen und falls doch mal eine den Weg kreuzt, Platz zur Flucht lassen. Um sowas mussten wir uns in Neuseeland nie Gedanken machen und so sind wir gerade zu Beginn des Walks sehr sensibilisert für unsere Umgebung. Doch mit der Zeit kehrt mehr Routine ein und wir merken, dass man sich am Strand viel mehr vor einer großen Welle fürchten sollte als vor Kriech- und Schleichgetier. Außerdem vernehmen wir irgendwann den Geruch von Feuer und machen aus der Ferne ein Buschfeuer aus. Das ist es eben, Australien!

Aus Neuseeland wissen wir auch noch: Halte Dich immer daran, wie sich die Einheimischen verhalten. Buschfeuer??? Pfff, no worries, mate! Enjoy your day! Uns so bleiben wir cool und nutzen die weitere Zeit unseres Aufenthalts für die üblichen Must Do’s: Twelve Apostels, London Bridge und Cape Otway, wo wir tatsächlich noch ein paar Koalas beim Fressen zuschauen können. Am meisten in Erinnerung wird uns jedoch die liebevolle Beziehung zwischen Monty, dem Sohn von Marjon und Jonathan, und Alejandra bleiben. Zusammen teilen sie Essen und Spielzeug, stürtzen sich „wie Gott sie schuf“ in die tosenden Wellen des Südpazifiks und geben sich den ersten Kuss. Zu Schade, dass wir eines Morgens mit gepackten Koffern weiterziehen müssen. Nach einem langen Abschied heißt es dann nämlich auch für uns: Good Bye, Great Ocean Road, it was a pleasure!

 

 

3 Kommentare zu „„Hey Koalas, jetzt pennt doch nicht!“

    kerstincastle sagte:
    April 6, 2014 um 11:36 am

    Hallo Ihr drei!

    Genau dort waren wir auch vor etwa einem Jahr! Da kommt hier wieder Fernsucht auf … 🙂
    Ja, das Hostel ist ein Highlight. Und wisst ihr, was ich richtig gut in Australien finde: dass die landschaftlichen Highlights, so wie z. B. die 12 Apostel, (noch) nichts kosten! In Neuseeland wird man ja mittlerweile leider fast überall zur Kasse gebeten, aber in Autralien kann man sich noch vieles umsonst anschauen. Und die 12 Apostel sind doch wirklich sehr, sehr imposant, oder?

    Euch weiterhin viel Spaß!

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      April 8, 2014 um 9:42 am

      Hi Kerstin,

      schön zu hören, dass ihr ähnliche Erfahrungen in der schönen Apoloo Bay gemacht habt 🙂 Und die Great Ocean Road ist einfach der Wahnsinn. Einige Dinge kosten hier aber leider auch lächerlich viel Geld. Wir wollten z.B. am Cape Otway den leuchtturm anschauen. 20$ wollten die dafür haben – ganz schön viel für einen einfachen Leuchtturm und so haben wir es gelassen. Aber Du hast recht, vieles ist hier noch umsonst, und deswegen wollen wir auch nicht meckern. We love Australia 😀 An Euch ganz liebe Grüße aus Down Under 🙂

    MaOmi sagte:
    April 8, 2014 um 6:49 am

    Diese Koalabärchen sind echt klasse. So entspannt irgendwie- und haben wahrscheinlich immer ein frischen Atem 🙂

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