Die schönsten KINDER-Hostels in Neuseeland

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Onuku Farm Hostel, Akaroa, Banks Peninsula, Neuseeland 2014Unsere Zeit in Neuseeland geht langsam dem Ende zu. Grund genug, ein Resümee über die schönsten Hostels zu ziehen, die man hier mit Kind bewohnen kann. Unsere persönliche Reise-Statistik verrät nämlich: Nirgendwo haben wir öfter geschlafen und mehr Zeit verbracht. Ob im Auto, Dorm oder Doppelzimmer, wir haben alles durch. Und in manchen haben wir ziemlich gute Erfahrungen gemacht.

Allgemein gilt: Kinder sind willkommen in Neuseelands Hostels. „Aus-der-Reihe-Tänzer“ gibt es natürlich auch hier, deswegen sollte man bereits bei der Buchung angeben, ob ein Kleinkind dabei ist oder nicht. Unter 5 Jahren zahlen sie in der Regel nichts für die Unterkunft, es sei denn, sie belegen ein eigenes Bett. Alle hier aufgeführten Hostels sind BBH-Mitglieder, die Preise richten sich nach den Vergünstigungen einer BBH-Card (45$; ermöglicht 3-6$ Nachlass pro Übernachtung, erwerblich in jedem Hostel oder I-Site)

  • Kinas Backpackers auf Waiheke Island (Nordinsel)
    Erin und Luke betreiben dieses gemütliche Hostel über dem Hügel der Onetangi Bay. Sie haben selbst kleine Kinder, Familien sind also mehr als willkommen. Es gibt ein gemütliches 3er-Familienzimmer (90$), bei Bedarf kann sich jedoch auch mit Kind in einem Dorm einquartiert werden – ist billiger (28$ pro Person).
    Im Hostel gibt es täglich selbstgebackenes, frisches Brot, einen Fernsehraum, eine große Spielwiese mit Liegekissen und Hängematte und Luke organisiert öfters Fahrten zum 5-km-entfernten Countdown-Supermarkt. Hier kann man also getrost ein paar Tage abschalten und die gute, gemeinschaftliche Stimmung genießen.

  • Whitianga YHA in Whitianga auf der Coromandel Peninsula (Nordinsel)
    In dem Villa Kunterbunt-artigen Haus herrscht Jugendherbergs-Feeling pur. Das junggebliebene Management heißt kleine Gäste willkommen, bietet kostenlose Kayaks am direkt anliegenden Strand an und lässt seine Gäste auch in Autos und Zelten (15$ pro Person) übernachten. Die Doppelzimmer (60$) haben einen eigenen Wohnbereich mit Bad, Küche und Fernsehecke und sind super sauber.
  • Anchor Lodge in Coromandel Town auf der Coromandel Peninsula (Nordinsel)
    Die Anchor Lodge hat sowohl einen Motel- als auch einen Backpackerbereich, die makelos sauber sind. Die Doppelzimmer sind günstig (60$ für beide), haben nur Gemeinschaftsbäder, dafür jedoch eine eigene Terrasse und einen Flachbildfernseher. An Regentagen können kostenlos DVD’s ausgeliehen und der Hot Tub benutzt werden, bei Sonnenschein wird in den Pool gesprungen oder einfach der Tag am Strand verbracht. Auch im Auto kann geschlafen werden (15$ pro Person). Und manchmal kommen zwei hungrige Enten vorbei, von denen eine nur ein Bein hat, und wollen von den Gästen gefüttert werden.
  • Globetrekkers Lodge in Omapere (Nordinsel)
    Das Globetrekkers hat eine ganz besondere Atmosphäre. Die redseelige Besitzerin läd einen gerne mal in ihr kleines Büro ein und erklärt ausgiebig, warum es an der einsamen Westküste der Nordinsel kein ordentliches Internet gibt. Dabei gibt sie immer wieder Tipps, wie man den Tag gestalten kann.
    Es gibt große, günstige Zimmer (zwischen 28-30$ pro Person), eine gemütliche Küche und einen noch gemütlicheren Wohnzimmerbereich. Kinder schlafen hier am Abend gerne mal auf einen der Sofas ein, während man sich bei einem Glas Wein unterhält. Im Auto oder Zelt kann man übrigens auch schlafen, wenn man will (15$ pro Person).
  • Solscape in Raglan (Nordinsel)
    Hier schläft man besonders und einzigartig. Alles im Solscape ist auf den Erhalt einer gesunden Umwelt und einem gesunden Geist und Körper ausgerichtet. Ressourcen werden nach allen Regeln der Kunst genutzt (solarbetriebene Duschen…da sollte man morgens lieber etwas früher aufstehen, um noch warmes Wasser abzukriegen). Geschlafen werden kann in umgebauten Waggons oder auch in einem Tipi, wer es abenteuerlich mag. Wir haben uns einen Strom-Stellplatz für 17$ pro Person im Carpark gegönnt, wo man sich in einem Holzschuppen auch sein eigenes Bett im Auto zimmern kann (Werkzeug kann frei benutzt werden).
    Das Solscape liegt etwas abseits von Raglan auf einem Hügel, von dem man aus einen unbezahlbaren Blick auf die anliegende Bucht hat. Im kleinen Café des Hostels kann man lecker, günstig und natürlich gesund frühstücken (Die Bananen-Pancakes…)
  • Paraparaumu YHA Barnacles Seaside Inn in Paraparaumu (Nordinsel)
    Hier ist Barbara der Chef! Die ehemailige Polizistin führt das schnucklige YHA-Hostel direkt am Strand und mit gutem Blick auf Kapitit Island mit besonderer Sorgfalt. Die Zimmer sind – wie das ganze Haus – ziemlich in die Jahre gekommen, aber sauber. Das schöne sind die verwinkelten Gänge, von denen aus man überall hinkommt. Im gemütlichen Wohnzimmer gibt es eine Spielkiste für Kids.
  • Sequoia Lodge in Picton (Südinsel)
    In Picton gibt es überall gut geführte und komfortable Hostels. Aber das Sequoia bietet neben free unlimited Wi Fi auch täglich einen kostenlosen Schokoladenpudding mit Vanilleeis an, der einfach köstlich ist. Danach kann man sich bei Wind und Wetter eine Runde Entspannung im Hot Tub gönnen, in dem auch Kinder ihren Spaß haben.
    Es gibt ein sauberes Familienzimmer (84$) es kann aber auch für 18$ pro Person im Auto geschlafen werden. An einem schlechten Tag kann man sich mit Sky TV im Fernsehraum die Zeit vertreiben oder eines der vielen Brettspiele aus dem Regal ausprobieren.
  • Tasman Bay Backpackers in Nelson (Südinsel)
    Oh Tasman Bay Backpackers, Du warst unser absoluter Hit. Neben der schönen Atmosphäre, die sich hier wie von selbst zu entfalten scheint, ist von der Waschküche bis in die Zimmer alles blitzsauber. Bis zu sechs Wwwoofer arbeiten hier täglich, um alles picobello zu halten. Das Herzstück ist das „Probiers-mal-mit-Gemütlichkeit“-Wohnzimmer, in dem es trotz des freien und unlimitierten Internets immer zu einem guten Gespräch kommt. Für Kinder gibt es eine umfangreiche Spielkiste und ein Mini-Bike. Als Hintergrundmusik werden neuseeländische Künstler eingesetzt. Das allerbeste ist allerdings der Schokopudding mit Vanilleeis um 8 Uhr abends – dieser ist so schokoladig, dass die Sequoia Lodge mit ihrer Backkunst leider alt aussieht.
    Wer hier zelten oder im Auto schlafen will, kann dies für 18$ tun. Ansonsten varrieren die Zimmerpreise zwischen 26-38$ pro Person.
  • Kiwiana in Takaka, Golden Bay (Südinsel)
    Alles hört auf Jules‘ Kommando! Die Hostel-Mutti führt das kleine, heimelige Hostel mit nur 4 Mehrbettzimmern sehr stringent: Ab 22.30 Uhr hört man hier keinen Mucks mehr; die Pool-Kugeln in der Lounge werden eingesammelt, die Tischtennis-Platte hat keine Tischtennisbälle mehr, Alkoholkonsum ist nicht mehr erlaubt und die Küche darf auch nicht mehr benutzt werden. Dafür kann man hier ruhig und sicher schlafen und wird morgens persönlich begrüßt. Kinder hat Jules ganz besonders gern: Sie bekommen ein Mini-Bike zum spielen und bei jedem Vorbeigehen Küsschen und Umarmungen. Wer eine größere Radtour machen will, kann sich kostenlos ein herumstehendes Mountain-Bike nehmen. Fahrräder mit Kindersitzen können für 25$ pro Tag (!!!) im „The quiet Revolution“-Fahrradladen in der Stadt ausgeliehen werden.
    Wer nicht in einem der Zimmer schlafen will (ab 25$ pro Person aufwärts), kann sich auf der großen Wiese sein Zelt aufstellen oder im Auto schlafen (18$ pro Person). Kinder zahlen 5$ Aufpreis.
  • Chillawhile Backpackers in Oamaru (Südinsel)
    Musikerfamilien aufgepasst! Dieses Hostel ist VOLLER Instrumente und Musik und vielen Räumen, um sich zum Musikmachen zurückzuziehen. Sauberkeit und Ordnung sind okay; nicht immer waschen die vielen Backpacker ihr Geschirr ab, was einen schon mal aggressiv machen kann.
    Neben dem Hostel liegt ein kleiner, maroder Spielplatz – aber ausreichend, um nach einer langen Fahrt aus Christchurch oder Dunedin zu toben. Wer im Auto schlafen will, kann dies hier für 15$ tun.
  • Lyell Creek Lodge in Kaikoura (Südinsel)
    Der Besitzer hat selbst einen kleinen Sohn und weiß, was Reisende mit Kind wollen: Freies Waschen, eine große Wäscheleine, freies Internet und günstige, blitzsaubere Zimmer (ab 50$ Doppelzimmer!!!). Am Abend können am anliegenden Bach Enten gefüttert werden. Für das teure Kaikoura eine erfrischende Ausnahme!
  • Onuku Farm Hostel auf der Banks Peninsula, nahe Akaroa (Südinsel)
    Hier gehts ins Nirgendwo: Nach Akaora erreicht man auf Schotterpiste einsames Farmland, auf dem ganz oben auf dem Hügel ein dicht bewachsenes Hostel liegt. Auf dem extra für Camper errichteten Zeltplatz können Zelt und Auto (15$ pro Person) zum schlafen abgestellt werden. Dafür gibts einen wunderschönen Blick auf die verschiedenen Bays der Banks Peninsula, die morgens nebelverhangen dahinschwelgt. Außerdem sorgen die kleine Küche und der angebaute WC-Bereich dafür, dass man sich nicht zu sehr ausbreiten kann.
  • Nomads Queenstown in Queenstown (Südinsel)
    Ja ja, die Nomads-Kette ist so eine Sache in Australien und Neuseeland. Hier versprechen die Plakate vor allem jungen Backpackern viel Spaß und Abenteuer zu einem günstigen Preis. Tatsächlich zahlt man hier viel für den Namen und die tadellos sauberen Zimmer. Das Familienzimmer mit eigenem Bad, großem Bett und Zustellbett haben wir trotz der 110$ nicht bereut und auch das übertrieben gelebte youth-feeling störte uns nicht (warum auch, nur weil wir ein Kind haben?).
    Das tolle an diesem Nomads ist seine Lage: Im Herzen der Stadt und die direkt am Hafen des Lake Wakatipu. Einfach Auto ein paar Tage stehen lassen und alles zu Fuß erkunden.
  • Bunkers Backpackers in Oban auf Stewart Island
    Liz und ihre kleine Tochter Tessa schmeißen hier den Laden. Für Bedürfnisse mit Säugling und Kleinkindern hat Liz deswegen auch eine Kraxe für lange Wanderwege, eine Babybadewanne und ein Babybett anzubieten. Die Zimmer erinnern zwar an Fehlkonstruktionen mit zu niedrigen Decken (große Leute, duckt Euch!), sind aber sauber und persönlich beschriftet. Es gibt kostenloses Internet und ausgiebige Plauscherein über das Leben auf der kleinen Stewart Island mit Liz. Zum Hafen sind es außerdem nur 5 min. zu Fuß.

5 Kommentare zu „Die schönsten KINDER-Hostels in Neuseeland

    little kingstown sagte:
    März 16, 2014 um 5:13 pm

    Nach Euren Erfahrungen könnte Ihr jetzt im Traumland Das Superhostel äääääver eröffnen…… ein sehr wertvoller Beitrag für neue Neuseelandreisende mit Anhang. Wie schnell doch die Zeit vergeht, wir sind gespannt, wie die Reise sich weiter gestaltet ! Hier blühen die Forsythien dem Osterhasen entgegen. Liebe Grüße von der AMA

    KidsAway.de sagte:
    März 18, 2014 um 8:03 am

    Eine super Zusammenfassung und sehr hilfreich. Danke dafür!

    Florian sagte:
    März 18, 2014 um 7:27 pm

    Toll wenn man die Eindrücke die man selbst in einigen dieser Hostels gewonnen hat hier nochmal nachlesen kann 🙂

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      März 18, 2014 um 9:46 pm

      Hi Florian, freut mich, dass Du ebenfalls diese Eindrücke teilst 🙂 Hast Du noch mehr Tipps für kinderfreundliche Hostels?

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