Ein warmes Nest bei Freunden

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Sonnenuntergang in den Bergen von Clyde, Neuseeland 2014Was tut man, wenn man eine geplante Reiseroute umschmeißt und erst mal einen Platz zum aufwärmen braucht? Richtig, man greift zum Cell Phone und ruft Freunde an. Freunde, die man auf einer langen Reise durch EIN EINZIGES LAND mit großer Wahrscheinlichkeit kennenlernt. NEUSEELÄNDISCHE Freunde, die einem IMMER zu helfen scheinen, egal, in welcher Lage man sich befindet.

Zugegeben, diese Freunde haben wir noch nie gesehen. Doch das macht nichts in Neuseeland: Vor wenigen Monaten übernachteten wir bei unseren Couchsurfer-Hosts Marcus und Paula und ihrem kleinen Sohn Cohen in Auckland. Paulas Eltern leben in Invercargill auf der Südinsel. Weil wir uns so gut verstanden haben, lud uns Paula direkt zu ihnen ein. Außerdem machte sie uns das Angebot, in deren Ferienhaus in Clyde zu schlafen – selbstverständlich for free.

Da sich nach wie vor ein ekliges Tief am Zipfel der Südinsel bewegt, haben wir beschlossen, einen Besuch in Invercargill auszulassen und uns wieder weiter Richtung Norden zu bewegen. Da Clyde jedoch auf unserem Weg liegt, rufen wir Paulas Mum Sue an und fragen sie, ob wir ein paar Tage in ihrem Ferienhaus wohnen dürfen. Obwohl wir nicht die Möglichkeit hatten, sie wirklich kennenzulernen, sagt sie direkt zu. Wir sind überwältigt von so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft, ausschließlich basierend auf blindem Vertrauen. Oh man, uneigennütziges Sozialverhalten macht mich so high!!!

Clyde ist ein verschlafenes Städtchen, 10 km entfernt vom etwas mehr belebtem Alexandra. Queenstown liegt eine Autostunde entfernt, bis zur Ostküste sind es zwei Stunden. Mitten in den Bergen, auf denen mittlerweile Schnee liegt, finden wir ein warmes Nest, um mal wieder Wäsche durchzuwaschen, frisches Brot und Kuchen zu backen, ein heißes Bad zu nehmen, in den Abendstunden bei einem Glas Wein einen Film zu sehen und uns in den drei Schlafzimmer breit zu machen. Das Haus ist riesengroß, hat einen gemütlichen Garten und in der Nacht den schönsten Sternenhimmel zu bieten, den wir seit langem gesehen haben. Wir sehen sogar die Milchstraße und können die vorbeiflitzenden Sternschnuppen irgendwann gar nicht mehr zählen. Bei soviel Komfort fällt es nicht schwer, den Frust der letzten Tage aufgrund von eiskalten Nächten und pitschnassem Wetter weit nach hinten zu schieben.

Weißt du was, Neuseeland? Du darfst meinetwegen im Kälteschauer versinken, wenn Du uns immer wieder mit so lieben Menschen in Kontakt bringst! Da wird uns ganz warm ums Herz, so dass wir jetzt sogar froh sind, alle Pläne über den Haufen geschmissen zu haben.

2 Kommentare zu „Ein warmes Nest bei Freunden

    little kingstown sagte:
    März 9, 2014 um 11:29 am

    Hier hält der Frühling mit Macht Einzug, während es bei Euch wohl eher herbstelt…. Alle Kinder in Liederbach sind „uff de Gass“ und die ersten Kreidebilder zieren den Wendehammer, die Rädchen werden höher gestellt und die Gärten hergerichtet, einschl Baumfällen, wobei Emil tüchtig hilft. Wir haben den Winter wohl rum, ganz ohne Schnee… ich glaube , bei Maomi in Mainz ist es heute sicher schon mediterran !!
    Aber auch ihr werdet die Sonne noch genießen können und sicher noch ein paar schöne Tage mit Anna im Land Eurer Träume haben.
    Küßchen für alle von der Ama

    Kabie sagte:
    März 16, 2014 um 9:02 am

    Das kommt mir alles so vertraut vor 🙂

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