Back on Track

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Back on Track! Spur Track, Hanmer Springs, Neuseeland 2014Nach ein paar Tagen Auskurieren von Alejandras nicht identifizierbarer Kotz-Fieber-Mattsein-Krankheit fühlen wir uns wieder fit, um uns ganz auf unser Neuseeland einzulassen. Oh, was haben wir Dich vermisst, Du heiliges Land! Und als hättest Du gewusst, dass uns Dein vieler Regen regelrecht vertrieben hat, empfängst Du uns mit herrlichem Sommerwetter. Das bedeutet für uns nur eins: Mit Moana Klümmel raus aus Christchurch, rein in die Natur, back to budget, back to the roots.

Wir haben keine Lust auf mehr Hotelbetten und organisierten all-around-Wohlfühlservice. Aus der Seitentür unseres fahrbaren Heims kramen wir die DOC-Site-Broschüre hervor. Rund um Marlborough und Blenheim sehen wir eine ganze Anzahl der günstigen Basic-Campsites (6$ pro Nase, kalte Duschen, einfache Klos, Wasserzugang, kein Strom) und entscheiden, einfach drauf loszufahren und die schönsten rauszupicken. Freedom-Camping fällt übrigens flach. Sobald man nicht Self-Contained ist, jagen die einen ziemlich schnell von den wenigen Free-Campingsites, die es noch gibt. Im Moment fahren die hier eine recht stringente Politik gegen das Freedom-Camping. Und da wir es nicht auf eine Strafzahlung ankommen lassen wollen, steuern wir in einer Gegend wie der hochfrequentierten Ostküste der Südinsel lieber die DOC-Sites an.

Und wir finden ein paar wirklich schöne Schätze, die ihre 6$ definitiv wert sind. So bleiben wir beispielsweise ein paar Tage an den Stationen Rarangi, Whites Bay und Marfells Beach, rund um Blenheim und Seddon. Die sanitären Anlagen sind topsauber und die Stellplätze liegen teilweise direkt am Meer. Abgesehen davon kann man wunderschöne Tracks in die Umgebung machen: Von der Whites Bay laufen wir den fünfstündigen „Loop Track“, der uns von Meereshöhe ziemlich steil auf 700 m bringt. Der Ausblick ist sensationell. Allerdings sollte man fit sein, bevor man sich auf den steilen Track wagt – und sich vor den bösen Sandflies schützen, die sich ebenfalls gerne auf dem Track und auch auf den Campingplätzen aufhalten. Die DOC-Sites rund um Marlborough (Picton) fanden wir übrigens nicht so prickelnd. Bei den sanitären, teilweise sehr verdreckten Anlagen kann man auch wild campen und sollte seine 6$ lieber in einen leckeren Café investieren.

Nach ein paar Tagen „gönnen“ wir uns dann auch mal wieder einen Campingplatz. Wir fahren in den Hanmer Forrest nach Hanmer Springs, wo man für schlappe 11$ pro Person auf dem blitzsauberen Alpine Campingground & Holiday Park eine gute Zeit haben kann. Hier ist im Vergleich zu den schnieken Campingplätzen in der Stadt nichts los, es gibt sogar einen netten Spielplatz und wir treffen endlich mal wieder eine reisende Familie mit kleinen Kindern. Interessanterweise machen wir zwar überdimensional Bekanntschaft mit deutschen Abiturienten, aber reisende Familien scheinen dieses Jahr in Neuseeland Mangelware zu sein. Oder wir treffen sie einfach nicht. Dabei mixen wir unsere Aufenthalte in Hostels, auf DOC-Sites, Campingplätzen und bei Couchsurfern ziemlich gut.

In Hanmer Springs gibt es übrigens mehr zu tun als ins lokale, sehr populäre Spa Thermal Bad zu gehen. Wir laufen mal wieder einen Track, diesmal den „Waterfall Track“, den man mit dem kreuzenden „Spur Track“ kombinieren kann. Der Weg dauert insgesamt sechs Stunden, wenn man ihn ab dem Alpine Campingground & Holiday Park Richtung Waterfall Carpark läuft. Auch hier gilt gute Fitness und vor allen Dingen guter Wille, um über umgestürzte Bäume zu klettern, die den Track blockieren. Alternativ kann man aber auch ein Mountain-Bike mieten, welche in Hanmer Springs an jeder Ecke zu mieten sind.

Warum schreibe ich eigentlich des Öfteren mal über die Konditionen von Campingplätzen, DOC-Sites und Hostels, wo wir schlafen und der Tracks, auf denen wir laufen?! Zum einen verbringen wir natürlich viel Zeit damit, unseren Aufenthalt hier in Neuseeland um diese Aktivitäten herum zu organisieren. Das Land zu Fuß zu erkunden ist unserer Meinung ohnehin eines der besten Wege, es auch kennenzulernen. Andererseits ist es jedoch nicht einfach, nützliche Informationen über die Tauglichkeiten mit Kind zu finden. Natürlich wird allgemein über all diese Dinge im Internet und in Broschüren geschrieben. Die Bedürfnisse, die wir mit Kind haben, sind aber oft differenzierter und nicht ausreichend dargestellt. Vielleicht helfen unsere Erfahrungen ja anderen Neuseeland-mit-Kind-Travelleren, die ähnlich reisen wie wir. Und für den Rest: Ich hoffe, ihr habt trotzdem Eure Freude am Lesestoff 🙂

Back on Track! Sarah und Alejandra in der Whites Bay, Neuseeland 2014

4 Kommentare zu „Back on Track

    MaOmi sagte:
    Februar 24, 2014 um 6:43 am

    Was für ein lustiges Vollbad- erinnert mich an unsere Campingurlaube.Alejandra futtert so schön auf den Bildern- wolltet Ihr die MaOmi beruhigen 🙂 Das süße kleine Mädchen entwickelt sich ja prächtig- ich bin zufrieden.Natürlich muß ich mir als MaOmi immer Gedanken machen, daß Ihr satt, und zufrieden seid. Die Landschaft ist wirklich herrlich und ich wandere in Gedanken mit Euch- hey, langasam- so schnell kann ich nicht mehr den Berg hinauf…..:)- MaOmi

    little kingstown sagte:
    Februar 24, 2014 um 11:01 am

    Neben der wunderschönen Landschaft und den braungebrannten Wanderern fällt mir der Eselbademantel auf und weckt Erinnerungen….
    Nun kommt sicher bald Anna und Maomi kann froh sein wenigstens 2 der Kinder unter einem Dach zu haben. Apa übt fleißig und erste kleine Erfolge stellen sich ein.
    Liebe Grüße von Eurer Ama

    weltwunderer sagte:
    Februar 24, 2014 um 4:41 pm

    Na ihr Lieben, es scheint, dass wir euch doch noch mal unter die Arme greifen können … Freedom Camping Spots, auf denen ihr auch ohne „self containment“-Plakette stehen könnt, findet ihr jedenfalls (je nach Gegend) reichlich in unseren Download-Dateien, die wir mit viel Mühe und Schweiß zusammengestellt haben – einfach mal in unseren Blog schauen 😉 Und sooo wenige Stellplätze sind das auch gar nicht: Wir haben über 300 gelistet, auf denen man mit Campervan stehen kann.

    Dass es mit Plakette (ergo Toilette im Campervan) viel einfacher wird, dafür das WoMo dann teurer ist, muss man halt vorher wissen; aber ich denke, ihr spart mit Couchsurfing schon sehr viel Geld für Übernachtungen ein, man kann halt nicht alles haben 😉

    Und wenn ihr nach kindertauglichen Campingplätzen sucht: Wir haben da eine Campingplatz-Ranking-Serie in unserem Blog und mir scheint, der obertollste aller Plätze in Geraldine könnte demnächst auf eurer Route liegen!

    Schön, dass es Alejandra wieder gut geht und ihr nicht Pazifik-verwöhnt zurückgekommen seid (ich hatte mir schon Sorgen gemacht…)!

    LG von den Weltwunderern

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      März 1, 2014 um 2:47 am

      Hi Jenny, das stimmt, hier gibt es einige Freedom Camping-Plätze, die sogar wir nutzen könnten. Gerne gesehen wird es allerdings von vielen Anwohnern nicht und wir überlegen genau, wo wir uns hinstellen können. Abgesehen davon ist es im Moment ganz schon kalt fur campen. 6 Grad in dunedin…wuuuuuuuuuah!

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