Coromandel Fairy Tales, Part III: Hot, Water, Beach – and meeting friends!

Gepostet am Aktualisiert am

Sarah und Alejandra in der Mercury Bay, Whitianga, Neuseeland 2013Auf unserer Reise durch Coromandel machen wir nicht nur Erfahrungen mit den Vor- und Nachteilen bestimmter Wohnformen wie Couchsurfen oder Hostels. Die beschauliche Halbinsel hat noch viel mehr zu bieten. Wer hierher kommt, ist mit Leib und Seele Tourist – abgesehen von der wunderschönen Natur gibts hier nämlich zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

In Coromandel Town, einem kleinen Städtchen an der Westküste von Coromandel, schlafen wir im „Anchor Lodge Backpackers“. Das neueste Motel von Coromandel liegt ein paar Gehminuten außerhalb des Stadtzentrums entfernt und bietet nicht nur Platz für zahlungswillige Motel-Gäste, sondern auch für Sparliebhaber in einem eigenen Backpacker-Bereich. Zu unserem großen Erstaunen ist das Ding picobello sauber! Backpacker arbeiten hier für free accomodation und etwas Taschengeld – vielleicht wissen gerade die, dass man sich viel Arbeit und Ärger erspart, wenn simplerweise jeder seinen eigenen Kram wegspült- und räumt. Wir finden das toll und bleiben gleich ein paar Tage länger als geplant. Abgesehen von den sooo gemütlichen Zimmern gibts hier auch einen Pool, den alle Gäste nutzen dürfen. Für Alejandra ist das einfach ein riesen Spaß. Außerdem ist die Anlage so groß, dass sie nach Herzenslust rennen kann.

Das Wetter ist glücklichweise so sonnig und warm, dass wir die Tage mit Ausflügen in die Umgebung nutzen können. So bewandern wir mit viel Eifer den Kauri Block Track (ca. 3km) und haben an seinem höchsten Punkt einen 360°C-Blick rund um Coromandel Town. Wir erweitern den Walkway an der McRegor Bay entlang Richtung Long Bay (weitere 2km) , wo wir an einem Campingplatz wieder in den dichten Wald eintauchen, um den „Kauri Bush Walk“ in Anfriff zu nehmen. Mittlerweile finden wir die großen Bäumchen gar nicht mehr so uninteressant 😉

Eine weitere tolle Aktion finden wir außerhalb von Coromandel Town in Waiau. Wenn man ein Stück auf die Schotterstraße 309 fährt (angeblich eine der 101 Dinge, die ein Kiwi in seinem Leben getan haben muss – ist genauso befahrbar wie alle anderen Schotterpisten auch), gelangt man ins „The Waterworks„. Das Waterworks ist ein Freizeitpark der ungewöhnlichen Art. Hier wird einfach alles zu Attraktionen verarbeitet, was man in irgendeiner Form verarbeiten kann: alte Töpfe, Pfannen, Autoteile, Dreiräder, Fahrräder usw. Nichts ist nicht selbst gemacht, und die Betreiber, ein Familienunternehmen, verlangen zurecht 20$ Eintritt für den Spaß. Unser persönliches Highlight ist jedoch keine bestimmte Attraktion, sondern die vielen philosophischen Denkansätze über das Leben, welche kreuz und quer auf Tafeln verteilt stehen. Sätze wie: „I’ve learned…that the best classroom in the world is at the feet on an eiderly person…or that being kind is more important than being right“ beeindrucken uns, weil sie so selbstverständlich und gleichzeitig so unbewusst in unseren Köpfen sind.

Nachdem uns Coromandel Town soviel zu bieten hatte, fahren wir ins 42km entfernte Whitianga, welches ziemlich genau auf der gegenüberliegenden Seite, im Osten der Halbinsel, liegt. Wir checken im YHA-Hostel „on the back backpackers“ ein, schlafen allerdings im Auto, was im Vergleich zu Campingplätzen immer noch günstiger ist. Die Vertreter der Prinzessinnen-und Prinzen-Backpacker-Generation sind hier zwar zahlreich vertreten, und entsprechend siffig sehen Küche und Bäder aus, aber wir treffen auch interessante Bewohner wie Jessi oder Ilka, mit denen wir viele Abende zusammensitzen und tolle Gespräche führen.

Das Städtchen Whitianga ist sehr, sehr touristisch, da es nicht nur von der malerischen Mercury Bay berühert wird, sondern auch voll mit Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ist. Habt ihr beispielsweise schon mal die Narnia-Filme, bzw. den einen Teil um Prinz Caspian gesehen? Der wurde hier, an der wahnsinnig schönen Cathedral Cove, gedreht. Wir gucken uns das ganze gleich zweimal an: Einmal vom Boot aus, während einer Ausfahrt mit „Glass Bottom Boat Cathedral Cove“ (2,5 Stunden, 95$ pro Person und viel zu teuer; gibt günstigere Anbieter, von denen wir aber nicht wussten, ob sie Kinder mitnehmen – und ja, sie tun es :/) und einmal vom Land aus, durch eine Wanderung ab dem Ort Hahei (ca. 4 Stunden steiler Fußmarsch hin und zurück). Einen Tag vor unserer Wanderung wurden in der Bucht um die Cathedral Cove sogar ein paar Orcas gesichtet, die all die schwimmenden Touristen schreiend aus dem Wasser scheuchten. Wir haben dieses Mal leider keine gesehen, auch wenn ich stundenlang angestrengt aufs Wasser gestarrt habe.
Dass ich mich jedoch immer auf meine Adleraugen verlassen kann, merke ich, als wir etwas später im Supermarkt zwei Couchsurferinnen treffen, mit denen wir bei Stu in Whangarei gewohnt haben: Katja und Diana. Die beiden sind mit ihrem aktuellen Couchsurfer-Host Chip aus Coromandel Town hergekommen, da dort leider nur ein pobliger „4 Square“ das Nötigste an Lebensmitteln unter die Leute bringt. Da sie aber als Dankeschön für die Gastfreundschaft für Chip kochen wollen, muss schon etwas mehr in den Einkaufskorb als drei Tomanten und Dosenerbsen. Spontan laden sie uns ebenfalls für den nächsten Abend zum Dinner ein, worüber wir uns sehr freuen! Genau DAS ist doch reisen. Und Leute kennenlernen. Und ins Herz schließen 🙂

Wir haben während unserer gesamten Zeit in Whitianga übrigens nur zwei Regentage. Diese nutzen wir zum einen, um den schotterumrundeten Norden der Coromandel Peninsula zu erkunden. Das geht sogar mit Moana Klümmel. Außerdem sind wir einen Großteil der Zeit nicht im Auto unterwegs, sondern belaufen den Coastal Walkway rund um die Fletcher Bay. Ganz bis zum Ende schaffen wir es zwar nicht. Dafür amüsieren wir uns jedoch prächtig mit tausenden von Schafen, die unseren Weg kreuzen.
Zum anderen statten wir dem berühmten Hot Water Beach einen Besuch ab. Bei Low Tide budelt sich hier jeder Willige eine kleine Badewanne in den Sand, und wird mit kochend heißem, schwefelhaltigem Wasser belohnt, welches aus der Erde kommt. Damit es nicht zu heiß wird, gräbt man sich am besten einen Zugang zu den kühlen Wellen, die immer wieder vom Meer aus über den Strand gejagt werden (übrigens ein riesen Spaß zum „bodysurfen“, aber Vorsicht: Die Strömung ist massiv).

Und was hat Alejandra auf der Coromandel Peninsula am besten gefallen? Der New Chums Beach! Sie lacht sich kaputt, als Mama und Papa sie auf dem Rücken über Felsen und Dschungel zu einem gottverlassenen Strand schleppen, an dem man nicht mal schwimmen kann, weil die Brandung zu stark ist. Na ja, dafür gibt es eine tolle Sandburg und die Gewissheit, dass der ganze Weg wieder zurückgeklettert werden muss. Zurück am Auto bekommt sie außerdem ein Überrschungs-Ei mit einer neuen Star Wars-Figur drin. Jetzt fehlt nur noch Luke Skywalker!

Ein Kommentar zu „Coromandel Fairy Tales, Part III: Hot, Water, Beach – and meeting friends!

    little kingstown sagte:
    November 29, 2013 um 3:21 pm

    Wir sind regelrecht geflasht von den wunderbaren Bildern, die uns für mehre Minuten aus der Tristess November holen und uns bei Euch sein lassen !!! Ihr seid in der Tat Aktivurlauber und die Maus macht es einfach mit. Könnt Ihr sie nicht mal zum Knuddeln kurz rüberreichen ????
    Vor welcher Tür stehen die Flip Flops von Alejandra am Abend des 5. Dezember ?

    Eure Ama

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