Coromandel Fairy Tales, Part I: We love Couchsurfing!

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Ein Versuch, mit trockenen Füßen über den Creek zu kommen. Julian im Kauaeranga Valley, Thames, Neuseeland 2013Wir sind auf der Coromandel Peninsula angekommen! Diese extrem schöne und sonnendurchflutete Halbinsel liegt ca. zwei Autostunden von Auckland entfernt und öffnet ihre Tore am Fuße der ehemaligen Goldgräberstadt Thames. Hier wollen wir ein Wochenende bei unseren nächsten Couchsurfern Dave und Andrew verbringen.

Couchsurfing ist für uns zu so etwas wie einer Reisephilosophie geworden. Couchsurfern, das heißt, mit Einheimischen in Kontakt kommen, mit den Einheimischen leben, mit den Einheimischen sprechen. Obwohl wir bereits zwei Mal in Neuseeland waren, haben wir erst jetzt das Gefühl, etwas über das Land und die Menschen in Neuseeland zu lernen. Es ist eben etwas vollkommen anderes, ob man in Hostels oder auf Campersites vorwiegend unter deutschen Urlaubern bleibt und dort seine Reiserfahrungen untereinander austauscht, oder mit den sogenannten „Kiwis“ unter einem Dach zu wohnen. Zum einen geben sie bessere Tipps und Tricks zum Reisen in Neuseeland als jeder „Lonely Planet“ es tun könnte. Zum anderen schont couchsurfen nicht nur das Reisebudget – es ist 100% kostenlos -, sondern dient vorallem dem sozialen Austausch. Es werden Freundschaften geschlossen, Kontakte weitervermittelt (wir haben jetzt schon eine ganze Liste an weiteren Schlafmöglichkeiten, die wir im Laufe unserer Reise nutzen können) und gemeinsame Abende bei gutem Essen zum endlosen philosophieren genutzt. Und das alles auf Englisch! Eine wirkungsvollere Sprachschule kann ich mir kaum vorstellen.

Dave und Andrew leben gemeinsam ein paar Kilometer auswärts von Thames auf einem steilen Hügel mit Blick über die Bucht in einem alten Farmhaus. Obwohl es nur eine Minute Fahrweg entfernt von der Haupstraße liegt, gelangt man beim Einfahren in eine andere Welt voller dichter grüner Hügel. Mittendrin haben sie sich ein kleines Paradies geschaffen. Rund um das Farmhaus pflanzen sie in ihre eigenen Salate, Obst-, Nuss- und Avocadobäume an, halten Hühner und lassen dies alles von ihrer Hündin Tasmin bewachen. Dave führt uns stolz herum und Alejandra darf die Hühner füttern.
Die beiden geben sich alle Mühe, damit wir ein paar schöne Tage auf ihrer Farm verbringen können. Wir schlafen seperat in einem kleinen Häuschen mit Schlafzimmer, Küche und WC, welches sie extra für uns hergerichtet haben. Am Abend laden sie uns zu einem „Pot Luck Dinner“ bei Freunden in Thames ein. Bei solch einem Treffen bringt Gast etwas zum Essen mit und jeder isst von jedem. Wir steuern einen kleinen Salat bei, während Dave aus Rücksicht auf uns eine vegetarische Feta-Spinat-Quiche mit Zutaten aus dem Selbstbedienungs-Garten zaubert. Einfach köstlich! Auf dem „Pot Luck Dinner“ lernen wir auch Sue kennen, die uns spontan ihr „Bach“, ein Ferienhaus, in Whangamata anbietet, welches auf der Ostseite der Coromandel Peninsula liegt. Wir sind baff von so viel Freundlichkeit!

Später geht die ganze Truppe außer Alejandra und mir noch zu einem Konzert der Band „Beyondsemble“ in die Kauaeranga Hall (wobei man unter „Hall“ ein kleines Gemeindehaus mit acht Stuhlreihen versteht ;)). Während wir Mädels es uns auf der Farm mit Tasmin gemütlich machen, feiern die anderen bei leckerem Weißwein und guter Musik.

All diese schönen Erfahrungen würden wir nicht machen, wenn wir nicht couchsurfen würden. Da die Kiwis ganz besonders freundliche Gastgeber sind, versuchen wir, immer etwas zurückzugeben. In der Regel kochen wir ein Abendessen für unsere/n Couchsurfer-Host/s und helfen im Haushalt mit. Das heißt auch, selbst mal den Putzlappen zu schwingen und Klos, Waschbecken und Küche zu schrubben.
Für Dave und Andrew bereiten wir eine vegetarische Nudelpfanne zu, die sogar der pingelige Dave mit einem genüsslichem „YUUUMMY“ verspeist. Als Dankeschön zeigt uns Andrew am Tag darauf einen wunderschönen Walking Track im Kauareanga Valley. Hier kann man verschiedene Tracks zwischen Stunden und mehreren Tagen ablaufen, die einen durch Matsch, Flüße und an steilen Hängen vorbeiführen. Mit einer Zweijährigen auf dem Rücken ist das nicht immer einfach, woraufhin Andrew vorübergehend auch mal das Tragen übernimmt. Alejandra findet das klasse, da sie sie Andrew mittlerweile besonders lieb gewonnen hat. Er widmet ihr die Aufmerksamkeit, wenn wir mal die Wäsche anschmeißen oder E-Mails am PC checken wollen. Couchsurfer-Hosts sind nämlich nicht nur aufmerksame Gastgeber, sondern manchmal auch verdammt gute Babysitter.

Unser Tage bei Andrew und Dave gehen viel zu schnell vorbei und wir ziehen zum Wochenstart weiter nach Coromandel Town. Die beiden beherbergen Couchsurfer nämlich nur übers Wochenende. Da wir in Coromandel Town leider keinen Couchsurfer-Host finden, checken wir zur Abwechselung mal wieder in ein BBH-Hostel ein. Und von unseren ganz „besonderen“ Erfahrungen in Hostels hier in Neuseeland berichten wir Euch im nächsten Post 🙂

Ein Kommentar zu „Coromandel Fairy Tales, Part I: We love Couchsurfing!

    little kingstown sagte:
    November 23, 2013 um 2:45 pm

    Ich glaube Ihr habt jetzt schon das Christkind ständig in der Tasche, das genau das erfüllt, was Ihr gesucht habt !!!!! Es war schön, Euch gestern zu hören und die Frage nach dem Krokodil hat mich sehnsüchtig gemacht. Was erlebt Ihr für eine wunderbare Natur und die noch mit einem Personal Guide, der sogar Kinderkraxen schleppt… Kompliment, einfach an Euch alle Eure Ama

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