You’ve gained that kiiiwi feeling.

Gepostet am Aktualisiert am

Schafe auf dem One Tree Hill, Auckland, Neuseeland 2013Wir lieeeben es hier!

Wie heißt es in irgendsoeiner Werbung? Mittendrin statt nur dabei. Das trifft auf uns im Moment zu!

Im Gegensatz zu den letzten beiden Neuseelandreisen unterscheidet diese sich auf vielfache Weise. Dass wir fast sechs Monate hier leben, bringt nicht nur eine längere Aufenthaltsdauer mit sich: Es ist alles sehr entschleunigt, wir wechseln nicht alle zwei Tage die Unterkunft oder verbringen viel zeit damit, im Auto zu sitzen. Nein, vielmehr akklimatisieren wir und bekommen ein „local feeling“.

Wir wohnen immer noch bei Elena und Aleksey, die uns spontan angeboten haben, noch bis Mittwoch zu bleiben, also 5 Tage Couchsurfing! Das freut uns natürlich, wir fühlen uns so willkommen!

Endlich sehen wir mal mehr von Auckland! Bisher hatten wir nur wenig von der größten Stadt Neuseelands mitbekommen. Wir sahen die City, den Hafen und ich (Julian) bin vom Skytower gehüpft.
Dabei kam Auckland nie so gut weg – schnell weiter ging es, wo es weniger grau und voll zugeht, auf ins Land. Das müssen wir wohl revidieren, denn wenn man sich die Zeit nimmt und auch mal die ganzen Vororte und Parks anschaut, zeigt sich Auckland von seiner schönsten Seite – trotz Wind und Nieselwetter.

Bei einem Ausflug zum One Tree Hill schlendern wir durch den groß angelegten Cornwall Park. Alejandra freut sich, die zutraulichen Kühe und Schafe dort aus nächster Nähe betrachten zu können und wir sehen, wir die Kiwis am Wochenende aus einem Barbeque eine Wissenschaft machen können. Hier findet alle 20 Meter ein Riesen-Gelage in großer Gesellschaft statt, überall brutzelt und duftet es, dass man schon Vegetarier sein muss, um sich nicht mit einem Teller einfach anstellen zu wollen.
Auf dem Gipfel des One Tree Hill kann Moana Klümmel den steilen Aufstieg verschnaufen, den sie super geschafft hat (Berg-Probe bestanden!), während wir die wundervolle Aussicht genießen… zusammen mit einer Handvoll Schafen, die von grünen Wiesen auf den Skytower, das Wahrzeichen Aucklands, herunterschauen. Sowas gibt´s wohl nur hier!
Später schaukelt Alejandra mit ein paar anderen Kindern am Fuße des Hills, Sprachbarriere: keim Problem! Kinder haben ihre eigene Art, sich zu verständigen.

Unser Auto macht uns große Freude! Bisher absolut zuverlässig, holen wir Moana nach und nach weitere Kleinigkeiten (Kaffeekanne, Keksdose), um sie immer mehr etwas wohnlich zu machen. Wir sind jetzt offizielles Mitglied im Neuseeländischen Automobilclub und Vollkasko-versichert ist Moana auch – eine klasse alte Lady! Ich betätige nur noch selten den Scheibenwischer statt dem Blinker (ist hier ja spiegelverkehrt), und ich fahre auch immer schön links, dafür will ich meistens noch auf der falschen Seite einsteigen („Wo ist das Lenkrad?“). Interessanterweise stört es gar nicht, mit der linken Hand zu schalten.

Das gehört alles zum „Kiwi-Feeling“, das wir aufsaugen und uns das Gefühl gibt, dieses mal nicht bloß Touristen, sondern so was wir „residents“ zu sein. Zum Kaffee morgens kaufen wir erstmal einen „NZ Herald“, die Tageszeitung, dazu, um auf dem Laufenden zu bleiben. Sonntags schlendern wir mit Coffee-to-go über den Flohmarkt und parken uns im Anschluss zu den anderen Eltern auf den Spielplatz.

Weiterhin gibt es noch lustige Diskussionen, wenn man etwas sucht und versucht, das einem Angestellten auf Englisch zu beschreiben (wir erinnern an das Drama beim Bettlaken-Kauf). In ganz Neuseeland scheint es keinen Kaffee-Filter-Aufsatz zu geben, wenn man als Camper mal seinen Kaffee per Hand aufgießen will. Hier trinkt man halt Instant oder holt sich  einen in einem Café. Die Empfehlung: Ich soll mir einen aus Deutschland schicken lassen!?!

Mir gefallen die vielen Bücherläden, die allesamt alt und verwinkelt sind, mit Regalen bis an die Decke reichend und einem Geruch wie in einem Antiquariat. Eine alte Gitarre habe ich leider noch nicht gefunden, trotz einiger Versuche in Geschäften, Trödler-Läden oder auf einem Flohmarkt. Aber ich bleibe dran! Einen lokalen Rocksender haben wir entdeckt, der hauptsächlich 90er Stromgitarren-Musik spielt (Soundgarden, Pearl Jam, Chili Peppers, Offspring, Nine Inch Nails) und der im Radio von Moana Klümmel einprogrammiert ist.

Unsere Zeit bei Elena und Aleksey neigt sich dem Ende zu. 5 Tage als erste Couchsurfing-Erfahrung waren einfach klasse, wir hatten wirklich wundervolle Gastgeber! Dank ihrer australischen Babysitterin konnten wir sogar mal einen Abend zu zweit ausgehen, was nach zwei Wochen aufeinander hocken auch mal nett sein kann.

Nun sind wir reif für die Insel. Bis zum nächsten Post 🙂

5 Kommentare zu „You’ve gained that kiiiwi feeling.

    rensan6966 sagte:
    Oktober 15, 2013 um 11:46 am

    Liebe Familie Bauer

    Echt cool wie ihr das alles angeht… Eure Reiselust und grosse Freude über euer Privileg kann nicht nur zwischen den Zeilen gelesen werden…!!

    Auckland… wir haben da liebe Bekannte, Schweizer die vor mehr als 15 Jahren ausgewandert sind. Leider schafften wir es noch nie bis nach Neuseeland, ist halt nicht so einfach, wenn man selbstständig ist. Dafür besuchen sie uns alle zwei Jahre hier… abgesehen davon sind wir einfach absolute Skandinavien-Fans und reisen im Dezember erstmals im Winter in den Norden… freu, freu, freu…

    Geniesst alles was es zu geniessen gibt, Mensch, Land und Gastfreundschaft!

    Alles Gute für euch drei!
    Sandra

    little kingstown sagte:
    Oktober 15, 2013 um 5:15 pm

    Wir freuen uns immer sehr über Eure Nachrichten und sind nun ganz gespannt, wann Ihr das erstemal in Moana Klümmel übernachtet. Übrigens wißt Ihr ,was eine Mitte ist ? Es ist das A auf Alejandras Mütze, das Mittlere natürlich, sonst ist die Naht hinten schief !!!!! Ich freue mich immer so, wenn ich die Maus damit sehe. Hoffentlich braucht Ihr sie bald nichtmehr. Hier richtig Herbst, Euch wünsche ich nun endlich Frühjahr,Sommer !!!! Eure Ama

    MaOmi sagte:
    Oktober 18, 2013 um 5:57 am

    Betreff Kaffee: Kaffepulver in einen Topf, Wasser drüber, aufkochen lassen und rühren, danach absetzten lassen und versuchen den Kaffesatz nicht in den Mund zu bekommen. Andere Möglichkeit: eine Espressokanne- die haben wir beim Camping immer dabei gehabt.Da gibt es doch so kleine für 2 Tassen- vielleicht gibt es ja einen italienischen Laden. Betreff Gitarre: DU BRAUCHST UNBEDINGT EINE!!!!!!!!!!!!Also Juli, küss Deine Damen von mir, Gruß, MaOmi

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