Feels like home

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Julian und Alejandra erkunden unser neues Auto, Pukekohe, Auckland, Neuseeland 2013Wir sind angekommen in Neuseeland! Das Wetter ist bescheiden, aber wir beschweren uns nicht bei so vielen spannenden Dingen, die wir erleben.

Unsere ersten Tage in Auckland nutzen wir, um uns zu akklimatisieren. Es ist eine pulsierende Stadt. Im Gegensatz zum Rest von Neuseeland steppt hier das ‚Big Business’ und es gibt sogar eine – sich sehen lassende – Skyline. Egal, von welchem Punkt man auf die Stadt guckt, leuchtet einem der berühmte Skytower entgegen. Mal verhüllt in Nebel, mal umspielt von einem Regenbogen und in der Nacht Purpur erleuchtet. Es ist das letzte, was wir sehen, wenn wir abends einschlafen und das erste, was wir sehen, wenn wir morgens wieder aufwachen. Man könnte es schlechter treffen.

Wir machen lange und weite Stadtspaziergänge durch Auckland und kehren dabei immer wieder in interessante Gebäude ein, die unsere Wege kreuzen. Da wäre beispielsweise das Auckland Museum, in welchem es alles über die Geschichte Neuseelands zu erfahren gibt und wo auch die Kleinsten in einem Kinder-Experimentierbereich ihren Spaß haben. Oder ins Auckland City Hospital, das größte Krankenhaus in Neuseeland, welches Julian als Neurologe natürlich besonders interessiert. Hier gibt es alles an Behandlungsmöglichkeiten, was Körper und Geist benötigen. Shoppen kann man nebenbei auch noch und sich beim hauseigenen Subway ein Sandwich zum Mittagessen zu holen. Wir sind so begeistert, dass wir knapp zwei Stunden im Hospital verbringen – u.a. auch, weil es Free Wi-Fi im Angebot gibt 🙂

Ein erstes großes Highlight während unserer Zeit hier in Auckland ist jedoch der Kauf unseren eigenen Campervans. Diesen Deal haben wir bereits in Deutschland mit Kurt Binder von Banz Travel Cars abgewickelt. Wir kaufen ihm einen Toyota Hi Top Caravan, Baujahr 1994, ab. Dafür holt er uns eigens ins 40-Minuten entfernte Pukekohe ab, wo wir unser neues Zuhause ausgiebig besichtigen können. Und was sollen wir sagen? Wir lieben diese kleine, wacklige Kiste! Natürlich muss man auf jegliche Form der Automatik bis hin zu den Annehmlichkeiten eines CD-Decks verzichten. Die Ausstattung ist etwas in die Jahre gekommen, aber technisch funktioniert alles, wie es sein soll. Auf unsere Frage an Alejandra, wie wir das Auto nennen sollen, antwortet sie kurzerhand: „Klümmel“. Wir ergänzen die Kreation noch um den Vornamen ‚Moana’, was auf Maori ‚Meer’ bedeutet. Wir dürfen Euch also vorstellen, unsere Wegbegleiterin für die nächsten sechs Monate: Moana Klümmel! Sollte sie den Geist aufgeben, dann wissen wir jetzt zumindest, in welchem geschlechtsspezifischen Kontext wir sie mit Schimpfwörtern bombardieren können.

Im ‚Warehouse’, DEM Kaufhaus hier in Neuseeland, erstehen wir alles an Kram, den wir brauchen, um es uns mit Moana Klümmel so richtig gemütlich zu machen. Dabei fliegt wirklich ALLES in den Einkaufswagen: Vom Kassetten-Adapter über das Spülset bis hin zum Kehrbesen. Auch Bettwäsche wollen wir kaufen. Das ist aber gar nicht so einfach, da die Neuseeländer ganz anders schlafen als wir Deutschen. Es ist schon erstaunlich, wie man eine halbe Stunde damit zubringen kann, in zwei verschiedenen Sprachen mit einer Verkäuferin den Unterschied zwischen Bettdecke, Plümo, Bett- und Kopfkissenbezug verständlich zu machen und auszudiskutieren. Nach vielen „Häääs“ und „Whaaats“ konnten wir schließlich den Fehler vermeiden, statt Bettzeug eine Tagesdecke zu erwerben. Auf beiden Seiten gab es dennoch viel Gelächter und die Gewissheit, um eine lustige Anekdote reicher geworden zu sein („You’re really made my day, guys!“). Neuseeländer schlafen eben lieber mit Überdecke als mit Einzeldecke.

Unsere Zeit im ‚Verandahs Backpackers’ ist übrigens vorbei. Mit Moana Klümmel haben wir uns heute nach Belmont zu unseren Couchsurfern Elena und Alexey aufgemacht, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Die beiden sind mit ihren Kindern übers Wochenende weggefahren und überlassen uns ihr wunderschönes Haus. Da sich mit zwei Kindern auch viele Spielsachen ansammeln, ist Alejandra in einem einzigartigen Eldorado aus Riesentrampolin im Garten und Kisten über Kisten mit Spielsachen im Haus gelandet. Alles in allem fühlt es sich richtig gut an, hier zu sein. Ob nun im ‚Verandahs’, mit Moana Klümmel oder unseren Couchsurfer-Gastgebern. It really feels like home!

5 Kommentare zu „Feels like home

    Jenny sagte:
    Oktober 11, 2013 um 7:38 am

    Endlich gehts also los – unsere Herzen sind voll und ganz bei euch, spürt ihr den Neid, der aus dem herbstlichen Deutschland herüberweht? 😉
    Die Frau Klümmel sieht doch richtig jut aus, mit Schrank und Herd und schickem Kindersitz (gibts den auch im Warehouse?). Habt ihr sie denn schon „eingeweiht“ oder drückt ihr euch lieber, so lange es geht, auf fremden Sofas herum? 😉
    Liebe Grüße
    Jenny

    little kingstown sagte:
    Oktober 11, 2013 um 3:46 pm

    Also die Geschichte mit dem Bettenkauf finde ich schon kurios, jetzt fehlt nur noch das Paradekissen, daß man auf das gemachte Bett tagsüber ( wird bei Euch nie der Fall sein ) setzt, Es hat rundum eine Rüsche und man bringt es in Form , indem man mit der Handkante einen Kniff hineinhaut. Dann denken die Kiwis,das können nur good, old, crazy Germans sein. Die Verkäuferin hätte vermutlich einen “ Nerven Bruch Zusammen“ erlitten !!!!! LG von Eurer Ama

    Monika Herzog sagte:
    Oktober 12, 2013 um 11:59 am

    Wir fiebern hier aus Deutschland mit Euch mit und Ihr bestärkt uns immer mehr in unserem Traum:-) ganz liebe Grüße aus dem nassen kalten Deutschland von monika und Andy

    MaOmi sagte:
    Oktober 14, 2013 um 10:47 am

    Hallo Ihr Süßen, jetzt schaff ich es mal in der Mittagspause auf den Blogg zu gehen…habe zur Zeit ein echt arbeitsreiches Leben- tut mir leid. Der Blogg ist wie immer klasse, die Bilder toll-beneide Euch um Euere Zigeunerleben, Kussi, MaOmi

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