If you’re leaving San Francisco…

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Alejandra vor der Golden Gate Bridge in San Francisco, USA 2013Den letzten Tag in San Francisco nutzen wir für eine völlig triviale Angelegenheit. Schon mal über die Golden Gate Bridge gefahren? Ja? Bravo! Nein? Wir bisher auch nicht. Nun ja, bis jetzt 🙂

Kennt ihr das Gefühl, dass man sich irgendwie besonders fühlen „muss“, wenn man eine bekannte Sehenswürdigkeit betrachtet? Nach dem Motto „Jetzt kann ich sagen, dass ich mir beispielsweise die Freiheitsstatue in New York oder die Bosporusbrücke in Istanbul angesehen habe“?! Als wir über die Golden Gate Bridge fuhren, dachte ich mir, dass ich diesen Augenblick jetzt kann bewusst wahrnehmen müsste, weil es eben nicht die langweilige Brücke von schräg gegenüber ist, deren Namen ich nicht mal kenne. Zugegeben, die Golden Gate Bridge ist schon beeindruckend, weil sie groß und rot ist und dabei in gewisser Weise monumental wirkt. Wir sind dann auch noch mal ausgestiegen, um ein paar Angeber- und Erinnerungsbilder mit der Brücke im Hintergrund schießen zu können. Aber retrospektiv muss ich sagen, dass ich in unserer kurzen Woche in Kalifornien andere Dinge unbewusst viel intensiver wahrgenommen habe. Ich habe zum Beispiel lange nicht mehr so schöne Sonnenuntergänge gesehen wie in San Francisco. Das klingt jetzt kitschig, aber jeder, der mal einen Sonnenuntergang in San Francisco betrachtet hat, weiß was ich meine. Die Farbe erinnert an ein Spiegeleigelb. Einfach nur schön, schön, schön! Und warm.

Mit diesem Eindruck verabschiedeten wir uns in der Abenddämmerung auch in den Flieger Richtung Auckland. Wir erreichten den Flughafen zwar später als geplant, da uns der dichte Verkehr in San Francisco mal wieder einen Streich spielte (und mussten dafür ordentlich Pro-Liter-Geld zahlen, da wir keine Zeit mehr hatten, das Auto aufzutanken). Außerdem hatten die Mitarbeiter von Air New Zealand Schwierigkeiten, die unterschiedlichen Pässe von Alejandra zu akzeptieren, da sie mit einem Reisepass für Kinder unter 18 für die USA eingereist ist, aber mit ihrem Kinderreisepass ein Visa Permit für Neuseeland besitzt. Nach einem Hin und Her war schließlich doch alles kein Problem und wir gingen nach kurzem Abschied von Patrick direkt zum Gate, um an Bord der Maschine zu eilen. Alejandra war das alles zu hektisch, woraufhin sie noch vor dem Start in ihrem Kindersitz einschlief.

Der Flug verlief ziemlich holprig und wir konnten nur ahnen, dass wir den Winden des wilden Pazifiks ausgesetzt waren, der sich in der Dunkelheit versteckte. Wir überquerten die internationale Date Line, woraufhin wir den 7.Oktober einfach übersprangen. Davon merkten wir aber nichts. Wir schauten uns zum gefühlten hundertsten Mal „Frances Ha“ an, die uns wieder einmal zuverlässig die Zeit im Flugzeug versüßte.

Früh am Morgen des Folgetags kamen wir schließlich müde, aber glücklich am Auckland International Airport an. Wir wunderten uns selber, dass wir vor lauter Schlaftrunkenheit und High-sein-vor-Happiness noch den richtigen Bus Richtung City Center nahmen und die Fußwegbeschreibung zu unserem Hostel korrekt interpretieren. Die Dame an der Rezeption staunte erstmal nicht schlecht, als sie Alejandra sah. Da ihre Klientel in der Regel keine Kinder mit im Schlepptau hat, da es selbst erst vor kurzem an Mamas Rockzipfel hing, war sie zunächst etwas verwirrt. Mit der Bitte, dass wir gut auf unsere Tochter aufpassen sollten, zeigte sie uns dennoch unsere Bleibe für die nächsten Tage. Das „Verandahs Backpackers“ ist eine alte Holzvilla mit einer, ihrem Namen alle Ehre machenden, wunderschönen klassischen Veranda und großem Garten in Freemans Bay, nahe dem Stadtzentrum von Auckland. Laut Lonely Planet ist es das schönste Hostel in der Umgebung. Wir können dem zustimmen und freuen uns, für die ersten Tage ein so gemütliches Zuhause gefunden zu haben.

Wie lange wir nun hier in Auckland bleiben werden, wissen wir noch nicht. Wir warten ab, wohin uns der -zugegeben – üble Wind und das miese Wetter treiben werden. Aber hey, es ist Neuseeland. Meinetwegen kann es auch anfangen zu schneien 🙂

3 Kommentare zu „If you’re leaving San Francisco…

    little kingstown sagte:
    Oktober 10, 2013 um 7:53 am

    Wir sind froh, daß Ihr Euer vorläufiges Ziel erreicht habt und die langen Flüge überstanden sind. It is great, Alejandra springen zu sehen,und das Ganze vor Golden Gate !!!! lG von Eurer Ama

      luiju65 sagte:
      Oktober 10, 2013 um 3:41 pm

      Hallo zusammen, die Strand-Supersprünge sind beachtlich, auch Alejandra übt sich schon. Das ist aber auch riskant. Wenn dort im Vulkangebiet mal die Gravitation aussetzt, dann kommt man nicht wieder zurück. Wir wünschen besseres Wetter und Tschüß. Paaaaaaaa

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