Roooadtrip to Carmel

Gepostet am Aktualisiert am

Patrick, Alejandra und Julian am Strand von Carmel by the Sea, USA 2013Wir machen Ferien! Von unseren Ferien! Patrick hat die tolle Idee, Richtung Süden aufzubrechen und eine Nacht in Carmel by the Sea zu verbringen. Eine kleine Stadt an der Westküste Kaliforniens, wo die Welt noch in Ordnung ist.

Freitagmittag holt Julian unseren eigens dafür gemieteten Wagen in Berkeley ab. Alejandra und ich machen einen kleinen Ausflug in einen kleinen Park in der nähe von Patricks Wohnung, wo wir einen Spielplatz vermuten. Ja ja, das ist auch so eine Sache: Die Ausschau nach geeigneten Spielplätzen muss mittlerweile auch in die Reiseplanung aufgenommen werden. Auf unseren bisherigen Reisen hat das nie eine Rolle gespielt. Aber mittlerweile äußert sie den Wunsch danach mehrmals täglich.

Besonders entspannt bin ich jedoch nicht, weil überall Fahnen wehen und Schilder stehen, die auf „Fire Weather“ hinweisen. Es ist sehr warm heute und der Wind weht stark aus dem Inland Richtung Küste. Von Kensington aus haben wir normalerweise einen tollen Blick auf die Bay von San Francisco, die in all den Tagen klar war. Heute sehen wir vor lauter Dunst nichts mehr. Außerdem riecht es stark nach Barbecue, doch grillen tut an diesem Tag niemand. Ich frage die Einheimischen auf dem Spielplatz und die beruhigen mich. Das wäre hier eben ab und zu so, es sei jedoch noch nie etwas passiert. Okay. Na, ein Glück, denke ich mir, machen wir heute einen kleinen Ausflug Richtung Carmel by the Sea.

Gegen späten Nachmittag holen wir Patrick von der Arbeit ab und kommen in die totale Feierabend-Rush-Hour von San Francisco. Bis wir da rauskommen, ist es fast dunkel, aber wir beißen uns durch über den Pacific Coast Highway 1. Die letzten Sonnenstrahlen des Abends bescheren uns atemberaubende Views auf die See und wir halten immer wieder an, um noch ein Foto zu machen.

Als wir in Carmel ankommen, freuen wir uns über soviel heile Welt und über ein schnuckeliges kleine Bed & Breakfast namens „Green Lantern Inn“. Es ist urgemütlich hier. Die Zimmer sind klein, aber sehr sauber und in der kleinen Badewanne (nichts für ausgewachsene Europäer) hat Alejandra einen ausgiebigen Abendplantsch. Toll, wenn man so spät Abends noch mal „schwimmen“ gehen darf und im Anschluss mit „Full House“ im Bett einschlafen darf.

Am nächsten Morgen erkunden wir bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen unsere Umgebung. Herrlich ist es hier. Patrick sinniert schon über sein Leben als Rentner, das er in einem kleinen Häuschen am Strand von Carmel verbringen möchte. Keine schlechte Idee, wären da nicht die unbezahlbaren Immobilienpreise. Wer hier lebt, der muss es sich leisten können. Wir sind auch mit einem kurzen Spaziergang am Strand zufrieden und beobachten mit viel Staunen die mutigen Surfer, die sich bei diesen starken Strömungen ins Meer trauen.

Gegen MIttag fahren wir nach Monterey und besuchen die berühmte „Cannery Row“, die Julians Papa schon 1980 gesehen hat. Mittlerweile ist hier alles sehr touristisch geworden, von dem alten Flair ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Weiter am Tag geht es mit einem echten Highlight! Wir haben gelesen, dass es in Monterey besonders günstige Bedingungen für Walbeobachtungen gibt. Der Monterey Canyon fällt direkt in der Bay sehr steil ab, aufgrund dessen die Wale ausgezeichnete Futterbedingungen haben. Aus diesem Grund kann man hier ganzjährig Wale sehen, je nach Saison sogar Blauwale. Die sehen wir auf unserer Tour mit Chris Whale Watching zwar nicht, dafür jedoch eine unüberschaubare Gruppe an Buckelwalen. Egal, wo wir am Horizont hinschauen, sehen wir einen Blas. Das haben wir in all den Jahren, in denen wir Walbeobachtungen mitmachen, noch nie erlebt – man kann es schon fast als inflationär bezeichnen. Und die Wale präsentieren sich auf unserer Tour wirklich von ihrer besten Seite. Mit viel Ruhe und Gelassenheit lassen sie zu, dass wir ihre Futterjagd beobachten und kommen dabei sehr nahe an unser Boot heran. Wir finden es toll, dass das Unternehmen, mit dem wir auf dem Wasser sind, die Wale nicht jagen, sondern sie ihre Distanz zu uns selber wählen lassen. Wir beobachten andere Unternehmen und stellen fest, dass sie die Wale regelrecht bedrängen.

Mit einem wohligen Gefühl im Bauch schippern wir am Abend in den Hafen von Monterey zurück. Es ist schon wieder am dämmern, woraufhin wir auf unserem Heimweg nach San Francisco erneut nichts von der Scenic Route sehen. Aber das macht nichts. Die letzten 24 Stunden hatten wir genug schöne Eindrücke von der Westküste und wollen nicht meckern. Vielen Dank, lieber Patrick, für diese tolle Idee!

Und als wir heimkommen, ist noch nichts abgebrannt. PUH 🙂

3 Kommentare zu „Roooadtrip to Carmel

    little kingstown sagte:
    Oktober 7, 2013 um 8:03 am

    Ein Wochende für Wallady, wieder tolle Fotos und ein sehr schöner Bericht, Ich denke, daß Ihr jetzt im Flieger Richtung Traumziel seid. Lg Ama

    ... sagte:
    Oktober 7, 2013 um 9:51 pm

    Es ist wirklich spannend, eure Posts zu lesen und die vielen, vielen wunderschönen Fotos zu sehen! Da wird man glatt neidisch, dass man selbst nicht dort ist.
    Mal eine kleine Frage: welche Kamera benutzt ihr denn, um solche schönen Farben hinzubekommen?

    Ich werde euren Trip weiterhin gespannt verfolgen!

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      Oktober 11, 2013 um 5:31 am

      Hi Lena, vielen Dank! Auf Deine Frage: Wir benutzen verschiedene Kameras. Für Panorama- und Profilbilder verwenden wir meistens die Canon 500D, und für Aufnahmen zwischendurch hält die LUMIX DC Vario oder das iphone4 her 🙂 liebe grüße aus neuseeland

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