If you’re going to San Francisco….

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Familie Bauer im Flugzeug Richtung SFO, 20131967 sang Scott McKenzie diese Hymne der Flower Power-Bewegung und brachte eine ganze Generation zum Träumen.

46 Jahre später erfüllen wir uns nun unseren eigenen kleinen Traum von Freiheit, lassen Studium, Beruf, Haus und alle damit verbundenen Verpflichtungen hinter uns und folgen unserem eigenen Traum, in dem wir die Freiheit suchen. Freiheit von Stress, Termindruck, Verpflichtungen, Erwartungen und einer Mühle, von der wir eine Pause wollen.

Damit ist diese Stadt sicher ein mehr als würdiger Anfang unserer Reiseroute!

Ich (Julian) hatte am Freitag meinen vorerst letzten Arbeitstag, der mir auf seine ganz eigene Weise noch mal gezeigt hat, wieso mir eine Auszeit sicher ganz gut tut – das war noch mal ein ordentliches Finale mit allem, was den Stress-Pegel schön in die Höhe treibt… und mittendrin: Viele liebe Kollegen, die mich verabschiedet haben, dass ich ganz gerührt war. Ich hatte mich sehr gefreut, dass so viele meiner Einladung gefolgt waren und noch mal auf ein Stück Kuchen vorbeigekommen sind. Es ist einfach schön, auf diese Weise zu merken, dass man geschätzt wird.

Vielen Dank! Glücks-Penny und Reisemusik sind gut verstaut, jetzt kann nichts mehr schiefgehen!

A propos Reisemusik: Nach unserer Neuseelandreise 2010 hatte ich unter dem Eindruck einer Tour zum Farewell Spit am Nordende der Südinsel einen Song geschrieben: „Dunes of Collingwood“, eine eher meditative Akustik-Nummer, die meinen Eindruck der wüstenartigen Dünenlandschaft widerspiegelt. Ich stellte mir vor, ich wäre Jim Morrisson in der Mojave Wüste… 😉

Ist eher was „für den Hintergrund“, ein Soundtrack für Fahren oder Dösen. Ich versuche mal, die Fahrstuhlmusik hier hochzuladen.

Und jetzt ist es endlich soweit: Ein Jahr Planung und Vorbereitung, und nun sitzen wir am Flughafen und genießen die Spannung!

Der Soundtrack unseres Lebens bekommt ein neues Album!

…Und nun ist es auf einmal Dienstag und alles geht ganz schnell. Um 5:00 ist die letzte viel zu kurze Nacht in Mainz vorbei und wir gondeln mal wieder zu unserem geliebten Airport Frankfurt, wo uns Familie und Freunde liebevoll verabschieden. Eine Trennung für 8 Monate ist für alle nicht leicht, aber wir genießen vor allem die Vorfreude auf unser Abenteuer und dass nicht noch in letzter Minute irgend etwas dazwischen gekommen ist!

Der A380 nach SFO gleitet sanft in die Luft und wir erleben einen angenehmen, kuzweiligen und stressarmen Flug. An dieser Stelle ein riesiges Lob an Alejandra, die das einfach super gemacht hat!. Wir haben halt ein kleines Reisekind. Das zeigt sich immer wieder. Das ist allerdings der erste Flug, den Alejandra ganz bewusst als solchen wahrnimmt. Das meiste versteht sie („Wir sind in einem Flugzeug“), aber manchmal scheitert es noch an der Realität („Will mal nach draußen gehen“ – „Will mal draußen fliegen“).

Von den 11 Stunden haben wir nicht viel mitbekommen. Ein paar schöne Ausblicke (Grönland mit Packeis – beeindruckend!) und zwei Mahlszeiten später landen wir in San Francisco. Das Wetter ist genial – Sommer, wo warst Du? Nur die Einreise ist ungewohnt hektisch. Gleich beim Aussteigen schreien Securitys „Show your paaaaaassports“ und alle rennen wie von einem Tsunami verfolgt Richtung „Grenzübergang“. Kleines Kind im Weg? Wird einfach umgerannt. Okay, wir schütteln nur den Kopf und kommen dann doch recht entspannt durch die Kontrollen.

Mit der BART gelangen wir über Oakland nach Berkeley, wo wir im „Peoples“ Cafe“landen, einer der vielen Cafés hier mit studentischem Feeling-Overkill. Alle sitzen wichtig und adrett gestylt vor ihren Laptops und hauen, zwischendurch Café-schlürfend, angestrengt und dennoch betont locker in ihre Tasten. Egal, es wirkt irgendwie organisch innerhalb dieses Wirkungsraumes und wir nutzen gemütlich die Vorteile des Free-Wifis. Von dort holt uns dann auch Patrick ab, mit dem wir schließlich gemeinsam mit dem Bus nach Kensington fahren, wo wir die nächsten Tage wohnen werden. Geflasht von all den Eindrücken lässt Julian erst mal den Kindersitz im Bus liegen. Aber hier in San Francisco sind die Leute überaus social, versichert uns Patrick. Und das bestätigt sich: Als der Bus seine Runde eine halbe Stunde später zurückdreht, warten wir an der Haltestelle und der nette Busfahrer wirft uns das Teil lachend vor die Füße. „Hey, you forgot your car seat!“ Berauscht von Freude, Müdigkeit und der Sonne hüpfen wir auf der Straße rum wie die kleinen Kinder und realisieren:“ WELCOME TO SAN FRANCISCO!“

3 Kommentare zu „If you’re going to San Francisco….

    Bauer sagte:
    Oktober 2, 2013 um 5:13 pm

    Ich bin platt, Ihr seid doch erst los…. und jetzt schon wieder so nah. Das finde ich spitze !!!!!!!!! Eure Ama -2 Backenz….

    Kathrin sagte:
    Oktober 2, 2013 um 7:45 pm

    Die Bilder von Grönland sind der Wahnsinn!!!! Die von Euch natürlich auch, aber die von Grönland, sehr beeindruckend… dass man das so gut sehen kann! Wenn das mit den Berichten die nächsten 8 Monate so weiter geht, dann komme ich vor dem PC nicht mehr weg und wir merken gar nicht wie die Zeit vergeht…. Danke für die „kostenlose“ Weltreise mit EUCH 🙂 LG

    oceangirlsdownunder sagte:
    Oktober 2, 2013 um 10:33 pm

    Wunderschöne Musik! „Ein neues Album für den Soundtrack eures Lebens“ , so schön gesagt 🙂 habt Spaß und genießt die Zeit! Wir haben euch lieb! Grüße aus Down Under

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