Neuseeland A-B-C (mit Kind)

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Alejandra und Sarah in Wellington, Neuseeland 2012Von unseren geplanten acht Monaten auf Reisen werden wir knapp sechs Monate in Neuseeland verbringen. Bei unserem ersten Besuch im März und April 2010 – noch kinderlos – waren wir knapp 3 Wochen dort, was für dieses fantastische Land natürlich viel zu wenig Zeit ist.

Damals verliebten wir uns so sehr in Neuseeland, dass wir beschlossen, so schnell wie möglich wiederzukommen. Im Februar und März 2012 setzten wir dieses Vorhaben gemeinsam mit unser Babytochter in die Tat um. Doch auch hier hatten wir nicht länger als einen Monat Zeit, um mit ihr über die beiden Inseln zu reisen bzw. investierten wir einen weiteren Monat in Australien und Singapur. Manch ein Zyniker würde sagen „Hey, jammern auf hohem Niveau“ – und er hätte recht -, doch jeder, der schon einmal dort war weiß, dass man definitv mehr Zeit zum reisen in Down Under einplanen sollte. Und dank guter Vorbereitung, eisernem Sparwillen und enorm viel Glück haben wir das ab Oktober auch vor. In letzter Zeit bekommen wír immer wieder Mails von Leuten, die uns fragen, was man bei so einem Vorhaben mit Kind alles beachten muss. In diesem Sinne habe ich mal ein kleines „Neuseeland A-B-C (mit Kind)“ formuliert, welches hoffentlich die wichtigsten Punkte von Beginn bis Ende einer Neuseelandreise abdeckt.

A

Airlines, kinderfreundliche = Es gibt einen Trend im Luftverkehr, der kinderfreie Zonen für Passagiere an Bord anbietet. Besonders im asiatischen Raum nimmt dieses Angebot zu (z.B. Malaysia Airlines). Unsere Erfahrungen mit Fliegen-mit-Kind fallen glücklichweise positiver aus. Im Asia-Pazifik-Raum sind wir bisher alles mit Qantas und Air New Zealand geflogen und waren mit diesen Airlines sehr zufrieden. Wir wurden nicht nur mit allen Standards (Windeln, Babynahrung und Spielzeug) versorgt, sondern hatten durchweg liebevolle Begegnugen mit Stewardessen, die uns alle Wünsche von den Augen ablasen (bis hin zum Babysitten).

Auto kaufen/mieten = Bei unseren ersten beiden Neuseeland-Reisen haben wir uns einen PKW gemietet und das hat uns jedes Mal ein Loch ins Portmonee gefressen. Das ist einfach unglaublich teuer! Je nach Länge des Aufenthalts sollte man sich also überlegen, ob man nicht einen PKW auf den zahlreichen Automärkten in Auckland oder Christchurch kauft und am Ende der Reise wieder verkauft. Oder vielleicht gleich einen Campervan? Vor dieser Frage standen wir am Anfang unserer Vorbereitung für die kommende Reise. Allerdings mussten wir schnell feststellen, dass ein Campervan-Kauf in NZ ebenfalls sehr kostspielig ist, wenn man das Allround-Paket mit Bett, Küche, Klo, Dusche und Stauraum möchte. Unter 12 000 NZD geht da nichts. Das sind nach aktuellem Wechselkurs ca. 7000€. Und wenn man einkalkuliert, dass man die Schüssel am Ende des Aufenthalts wieder verkaufen will, dann schlottern einem noch mehr die Knie: Finde mal einen Käufer für so ein Ding am Ende der Hauptsaison, wenn alle ihre Camper loswerden wollen. Nein, nein, uns war ziemlich schnell klar, dass wir 1) nicht so viel Comfort wie Toilette oder Dusche brauchen, da es überall in Neuseeland öffentliche und saubere Toiletten und Duschen gibt und Campingplätze ohnehin all diese Standards anbieten und 2) eine Buyback-Option für einen Campervan haben wollen. Zum zweiten Kriterium gibt es tatsächlich einige private Verkäufer, die ihre Camper vorab im Internet zu Preisen zwischen 3000-7500NZD anbieten (ohne Dusche und Klo, aber mit Bett und einer funktionalen „Küche“, was für uns wichtig war) und am Ende zu einem vereinbarten Preis (i.d.R. die Hälfte) wieder zurücknehmen. Das war für uns genau das richtige! Hier mal einige Anbieter im Überblick, die nach langen Recherchen zu empfehlen sind:

Und für alles, was man an Extras braucht, hilft Trademe – DAS online (Ver-)Kaufsportal der Neuseeländer. Da gibts auch PKW’s und Camper im Verkauf.
Autoversicherung = Ist in Neuseeland zwar freiwillig, wird aber sehr empfohlen.
AA-Dienst = Wer Mitglied im deutschen ADAC ist, kann sich beim AA-Dienst, der neuseeländischen Autopannenhilfe, kostenlos registrieren lassen.

B

BBH-Card = BBH (Budget Backpacker Hostels) meint die Fusion verschiedener Budget-Unterkünfte in Neuseeland. Eigentümer einer BBH-Card können in ausgewiesenen Unterkünften Rabatt auf Übernachtungen erhalten und auch für angebotene Touren Preisnachlässe bekommen. Manchmal gibt es innerhalb eines bestimmten Zeitraums bestimmte Rabatt-Secials, beispielsweise für eine Überfahrt mit dem Interislander zwischen der Nord- und Südinsel. Das spart enorm viel Geld. Zudem ist die BBH-Card auch als Telefonkarte nutzbar, inklusive einem Startguthaben von 20NZD. Für unsere BBH-Cards haben wir gemeinsam 95NZD bezahlt. Dies entspricht nach aktuellem Wechselkurs etwa 55€, also etwa 27€ pro Nase. Kinder unter 15 Jahren brauchen keine eigene BBH-Card. Mehr Infos sowie die Karte gibt es auf der offiziellen Homepage!

Babynahrung = Bekommt man überall in Neuseeland ausreichend und abwechslungsreich. Unsere Tochter hatte keine Probleme mit der „Nahrungsumstellung“ 😉

C

Couchsurfing = Bei Couchsurfing kann man sich gegen eine Gebühr von 20€ verifizieren lassen (freiwillig) und so besonders günstig reisen. Die Couch der einheimischen Gastgeber kostet keinen Cent und bedeutet freundliche Begegnungen und mal eine warme Dusche 😉

D

Drehorte = Die meisten Touristen interessieren sich natürlich die Drehorte von „Herr der Ringe“. Wir haben uns persönlich nicht dafür begeistern können, da sich die Neuseeländer den Besuch eines ziemlich langweiligen Hobbit-Hauses ziemlich teuer bezahlen lassen. Wir haben uns lieber selbst auf die Suche nach kleineren Schätzen gemacht. Zum Beispiel fanden wir den Drehort von „Whale Rider“, dessen Ortsname nicht mal auf Verkehrsschildern zu finden ist. Die Einwohner fühlten sich so gestört durch die ständigen Besucher, dass sie den Namen kurzerhand entfernt haben. Durch ein bißchen Sherlock Holmes-spielen fanden wir ihn jedoch trotzdem, blieben aber aus Respekt am Ortseingang stehen. Die Aktion selbst hat jedoch den meisten Spaß gemacht.

E

Extrakosten = Kinder kosten i.d.R. auf Touren oder in Hostels nicht extra. Zumindest nicht im Baby- und Kleinkindalter.

F

Flugtickets = Eines der teuersten Bausteine des Reiseplans! Je nach Saison und Airline zahlt man sich alt und grau für ein Hin- und Rückflugticket nach Neuseeland. Zudem müssen Kinder ab zwei Jahren 80% des Flugpreises zahlen, was sich in der Reisekasse enorm bemerkbar macht. Als Baby zahlte Alejandra 10% des Flugpreises und wir bekamen einen Platz in einer Eltern-Kind-Reihe mit eigenem Babybett („Babybasket“). Das war wirklich klasse! Nun bekommt sie einen eigenen Sitz. Pro Person sollte man zwischen 1000 und 1500€ einkalkulieren.

Freedom-Camping = Campen, ohne zu bezahlen? Auch das ist mit dem Campervan möglich. Eine sehr empfehlenswerte Liste hat Jenny von Weltenwunderer dazu erstellt. Gegen einen Betrag von 1,50€ kann man eine Liste von über 200 Freedom Camping Spots in Neuseeland downloaden. Haben wir auch gemacht und sind begeistert.

G

Gast = Sei unser Gast! Die Neuseeländer laden schnell mal zum Abendessen oder Übernachten ein. Sorgen muss man sich deswegen nicht, es ist wirklich einfach nett gemeint.

H

Hostels/Backpacker-Unterkünfte = In Neuseeland sind Babys und Kleinkinder in den meisten Hostels willkommen. Zweimal haben wir die Erfahrung gemacht, mit Baby kein Zimmer bekommen zu haben. Doch das ist die Ausnahme. Dabei haben wir i.d.R. ein Doppelzimmer bezogen und Alejandra bei uns im Bett schlafen lassen.

I

Internet/Free-Wi-Fi = LEIDER, LEIDER, LEIDER gibt es in Neuseeland – im Gegensatz zum Nachbarland Australien – sehr wenige Free-Wi-Fi-Hostels und Campingplätze. In den I-Sites ist das Internet jedoch umsonst.

J

Jahreszeiten = In Neuseeland gibt es gefühlte vier Jahreszeiten an einem Tag! In Neuseeland sollte man auf schnelle Wetterwechsel vorbereitet sein. Auch wenn es nach einem herrlichen Tag aussieht, sollte man immer auch einen Wetterschutz in den Buggy legen oder sich einen Regenüberzug für die Tragehilfe besorgen. Für unseren „Ergo Carrier“ hatten wir beispielsweise diesen Regenschutz.

K

Kindersitz = Es gibt die Möglichkeit, den eigenen Kindersitz nach Neuseeland zu transportieren, um vor Ort mit dem gemieteten/gekauften Auto keinen weiteren Kindersitz kaufen zu müssen. Wenn die Kinder noch in der Babyschale liegen, ist es am einfachsten, das normale Kinderwagenstell als Gepäckstück aufzugeben (kostet nicht extra) und einen Aufsatz für die Babyschale an das Kinderwagengestell zu montieren (z.B. Teutonia + Maxi Cosi Pebble, so haben wir es gemacht). So kann man die Babyschale samt Kinderwagengestell mitnehmen und hat vor Ort sowohl Kinderwagen als auch Autositz. Größere Kinder mit Anspruch auf einen eigenen Sitz im Flugzeug dürfen auch ihren Autokindersitz am Sitz befestigen, vorausgesetzt, der Kindersitz ist flugzeugtauglich. Hierzu benötigt der Kindersitz ein TÜV-Siegel „for use in aircraft“. Diesen haben leider nur sehr wenige Kindersitze. Kids Away hat zu diesem Thema einen tollen Artikel geschrieben, indem genau beschrieben steht, welcher Autokindersitz geeignet ist. Folgt dem Link!

Kinderreisepass = Jedes Kind, das in Neuseeland einreist, benötigt einen Kinderreisepass. Vorsicht, wenn ihr über die USA einreist: Dort gilt der Kinderreisepass nur mit einer vorherigen Vorstellung beim amerikanischen Konsulat. Oder man beantragt direkt einen „Reisepass für Kinder unter 18“. Zwei verschiedene Dokumente, viel Verwirrung.

Kiwis = Die Nationaltiere Neuseelands sieht man mit seeeehr viel Glück nur Nachts. Sie sind an ihren unverwechselbaren Lauten zu erkennen. Auf Stewart Island sind wir Nachts mit Alejandra auf die Suche nach den seltenen Vögeln gegangen, weil die Chancen hier angeblich besonders gut sein sollen, welche zu sehen. Leider ohne Erfolg. In Queenstown sind wir dann in den „Kiwi Birdlife Park“ gegangen, um wenigstens mal einen Kiwi aus der Nähe zu betrachten.

Konto = Wir haben uns in Neuseeland ein eigenes Konto bei einer neuseeländischen Bank eingerichtet. Der Wechselkurs hat sich in den letzten Monaten zu unseren Gunsten verändert, so dass wir die berechnete Summe für die sechs Monate Aufenthalt (pro Monat muss man 2000NZD bei Einreise nachweisen können) zum Devisenkurs überweisen konnten. Der Kontakt nach Neuseeland verlief schnell und unkompliziert. Man muss ein paar Nachweise schicken (beispielsweise eine vom Notar beglaubigte Stromrechnung), aber bei einem günstigen Wechselkurs kann man wirklich viele Euros sparen.

Krankenversicherung = Hierzulande reicht es, sich für die Zeit des Aufenthalts bei seiner hiesigen Krankenkasse abzumelden und bei Rückkehr wieder anzumelden. Die Krankenversicherung im Ausland als Familie geht ordentlich ins Geld. Da wir nicht nur in Neuseeland, sondern auch noch in die USA, nach Kanada, Australien und die Südsee reisen wollen, müssen wir für die Zeit bis 1500€ einplanen. Wer aussschließlich nach Neuseeland reist, wird sich für die Internetpräsenz Auslandskrankenversicherung Neuseeland interessieren.

Kreditkarte = Organisieren! Am besten eine, bei der man bei der Nutzung keine Gebühren zahlen muss, z.B. Deutsche Bank, Postbank oder DKB-Bank.

L

Lonely Planet = Der Reiseführer „Lonely Planet“ ist auf Reisen durch Neuseeland unversichtbar. Auf beiden Reisen hat er uns zuverlässig betreut 🙂 Im Februar 2013 ist eine Neuausgabe erschienen.

M

Menschen = In Neuseeland ist das Kind ein König. Zumindest war dies unser Eindruck nach unserem letzten Aufenthalt. Wir haben selten ein so kinderfreundliches Land erlebt. Nicht nur, dass wir mit Kind überall bevorzugt behandelt wurden – es sind vor allem die liebevollen und herzlichen Menschen, die das Reisen mit Kind in Neuseeland so angenehm machen. Man kommt direkt ins Gespräch, ob im Bus, im Hostel oder beim Spazierengehen durch die Stadt.

Medizinische Versorgung = Darauf waren wir auf unseren Tripps glücklicherweise noch nicht angewiesen, aber die medizinische Versorgung in Neuseeland entspricht dem Standard, den man auch aus Deutschland kennt.

N

Neuseelänische Nummer = Wir haben uns für unseren letzten Aufenthalt direkt am Flughafen in einem Vodafone-Shop eine Prepaid-Karte gekauft. Die steckten wir in unser altes Handy und hatten ohne Komplikationen eine neuseländische Nummer für die Zeit unseres Aufenthalts. Das spart Kosten, wenn man vor Ort telefonieren muss und es gibt auch günstige Tarife, um nach Hause zu telefonieren.

O

Ozonloch = Das Ozonloch über Neuseeland ist besonders dünn, was eine der höchsten Hautkrebsraten der Welt zur Folge hat. Von daher darf man die Sonne, auch wenn sie mal nicht bedingunglos auf die Erde scheint, nicht unterschätzen. Zu diesem Zweck hat uns Tante Karo auch einen UV-Schutz-Anzug von Jako-O geschenkt, den Alejandra auf unserer nächsten Reise beim schwimmen tragen kann.

P

Packen = Weniger ist mehr! Bei unserer letzten Reise mit Alejandra haben wir ihr einen kompletten Backpacker-Rucksack mit unendlich vielen Klamotten (für jedes Wetter) eingepackt. Dazu ein viel zu großer Windel- und Milchpulver-Vorrat. Das war vielleicht ein sinnloses Geschleppe! Windeln und Babynahrung gibt es in Neuseeland ausreichend zu kaufen – müsste man ja meinen, dass die da unten auch Kinder haben 😉 Außerdem kann man überall günstig waschen und trocknen, so dass man wirklich nicht viel einpacken braucht. Ein paar kleine „Must Haves“ werden wir jedoch auch dieses Mal beibehalten, z.B. den Softshell-Anzug von Jako-O, da es in Neuseeland zehn Wetterwechsel an einem Tag geben kann, oder einen gefütterten Schlafsack.

Q

Queenstown = Queenstown ist nicht nur eine Partystadt für umtriebige Backpacker, sondern auch ein toller Platz, um als Familie eine schöne Zeit zu erleben. Wir haben damals im „Nomads“ gewohnt und ein topsauberes Familienzimmer bezogen. Darüber hinaus gibts wirklich unendlich viel zu sehen in dieser belebten Stadt. Mit viel Glück trifft man an einem lauen Sommerabend „Mathias the Piano Man“ an der Uferpromenade, wenn er auf seinem alten Piano selbstkomponierte Lieder spielt. Dazu gibts leckeres Eis vom Patagonia.

R

Reisezeit = Zwischen Oktober und April ist die beste Reisezeit in Neuseeland. Sowohl im Frühling als auch im Herbst kann es Nachts zwar frisch werden, aber tagsüber ist es oft herrlich warm und die Flüge von und nach Neuseeland sind in dieser Zeit auch nicht so teuer wie im Sommer.

S

Sandflies = Neuseelands Sandflies sind besonders auf der Südinsel ein leidiges Übel. In den Apotheken gibts eine menge Mittelchen gegen die lästigen Biester! Für Babys und Kleinkinder bietet sich hier zur Abwehr „Aerogard“ an (ca. 6NZD).

T

Te Papa = Das Te Papa Museum in Wellington ist das Nationalmuseum von Neuseeland und für Familien ein absolutes Muss. Über den Tag treffen sich im Restaurant viele Mutter-Kind-Gruppen, außerdem gibt es auf den verschiedenen Etagen eine Menge zu sehen für groß und klein. Der Eintrtitt ist kostenlos.

Tragen = Bei unserem ersten Aufenthalt mit Alejandra in Neuseeland war sie noch ein Baby und wunderbar leicht. Damals nahmen wir den „Ergo Carrier“ zum tragen mit, den wir praktisch auf jedem Ausflug mit dabei hatten. Noch besser gefällt unsund vor allem Alejandra jedoch der „Baby Björn“, weil man das Kind mit dem Gesicht nach vorne tragen kann. Was wir sagen wollen: Tragehilfen lohnen sich in Neuseeland 🙂

Touren = Wir haben mit Alejandra im Alter von 8 Monaten sehr viele Touren gemacht, die in Neuseeland angeboten werden. Über Whale Watching-Ausfahrten, einee Tour in die Milford Sounds oder eine Überfahrt nach Stewart Island – es war alles kein Problem. Nur in Kaikoura konnte sie nicht mit zum Whale Watching, da Kinder hier mindestens drei Jahre alt sein müssen.

U

Unkosten = Stellt euch schon mal darauf ein, dass ihr mehr Geld in Neuseeland ausgeben werdet als eingeplant. In Neuseeland gibt es unglaublich viel zu erleben und das lassen sich die Neuseeländer auch bezahlen. Man sollte sich gut überlegen, was man wirklich einmal gesehen und getan haben „muss“ und welche Attraktionen auch einfach ignoriert werden können. Für uns war das beispielsweise die sehr kostspielige Schifffahrt durch die Milford Sounds oder die todlangweilige Bootstour durch den Abel Tasman National Park, Lieber selbst auf Abenteuertour gehen, spart manchmal einen Haufen Geld und ist lustiger.

V

Visum = Als deutscher Staatsbürger braucht man für die Einreise nach Neuseeland kein Visum, wenn man weniger als drei Monate im Land bleibt. Für unseren geplanten Aufenthalt von sechs Monaten mussten wir pro Person ein Permanent Visum beantragen, mit dem wir maximal neun Monate in Neuseeland bleiben dürfen. Das Visum ist ab Antragstellung 18 Monate gültig. Dazu mussten wir die Antragsunterlagen, u.a. auch den Reisepass, an das neuseeländische Generalkonsulat nach Hamburg schicken und von dort aus ging alles an das New Zealand Visa Application Centre in London. Die Unterlagen, inklusive dem bereits eingestempelten Visum im Reisepass, kamen dann innerhalb von drei Wochen wieder an uns zurück. Das Visum kann JEDER beantragen, der keinen Dreck am stecken hat ;o) Wir haben für drei Personen ca. 150€ gezahlt.

W

Warranty of Fitness (WOF) = Wer in Neuseeland ein Fahrzeug kauft, muss dieses einer technischen Inspektion unterziehen lassen (ähnlich wie der TÜV in Deutschland). Ein Vehicle, das älter als sechs Jahre ist, muss alle sechs Monate in eine Autowerkstatt, um die Straßentauglichkeit feststellen zu lassen. Die Kosten liegen zwischen 50-60NZD bzw. 30€.

XYZ

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Hat jemand noch Fragen oder Ideen? Dann immer her damit. Diese Liste ist mit hoher Wahrscheinlichkeit endlos erweiterbar 🙂

2 Kommentare zu „Neuseeland A-B-C (mit Kind)

    Jenny sagte:
    August 29, 2013 um 2:12 pm

    Ha, da könnte ich ja seitenlang Tipps ergänzen, speziell zum Thema Wohnmobil… Aber wenn ihr Kiwi Cruise und die Kindersitz-Rubrik bei KidsAway gefunden habt, ist das schon mal die halbe Miete (da schreibe ich auch ;-)). Nehmt ihr für A. einen CARES-Gurt mit, sie müsste doch jetzt das richtige Alter haben…?
    Eine Frage hätte ich gleich noch: Was kostet denn das „Permanent Visa“ und bekommt das jeder einfach so?
    LG, danke für das Lob unserer Freedom Camping Spots, und ich hibbele schon mit euch mit…!
    Jenny

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      August 30, 2013 um 7:11 am

      Hi Jenny, ja, her mit den Tipps 😀 Ich wusste auch gar nicht mehr, wo ich anfangen bzw. aufhören sollte. Den CARES-Gurt nehmen wir nicht mit, da dieser neu ca. 80€ kostet und wir dafür auch einen gebrauchten Britax Römer bekommen und diesen auch in NZ verwenden können.

      Deine Anregungen zur Visum-Info hab ich gleich aufgenommen.

      Haha, und von den Freedom Camping Spots werden wir berichten. Ich bin auch schon sooo aufgeregt, von mir aus könnte es jetzt gleich losgehen!!! 😀

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