mehr, mehr…MEER!

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Alejandra in der Ostsee, Strand Dierhagen 2013

Seit wir im letzten September auf unserer Island-Reise beschlossen haben, in ziemlich genau einem Jahr auf Weltreise zu gehen, haben wir uns mit dem Reisen sehr zurückgehalten. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir nur noch ein Ziel: Sparen, Sparen, Sparen, um so lange wie möglich reisen zu können.Ganz ohne Tapetenwechsel geht es aber auch nicht. Glücklicherweise haben wir überall in Deutschland liebe Kontakte bzw. kennen wir tolle Menschen, die uns immer mal wieder für ein (verlängertes) Wochenende aufnehmen, wenn uns daheim die Decke auf den Kopf fällt. So auch Moni und Lutz, die wir – lustigerweise – auf unserem Island-Tripp kennengelernt haben. Schon damals luden sie uns zu sich ein und am vergangenen Wochenende konnten wir unser Vorhaben endlich in die Tat umsetzen. Zwar war die Fahrt dorthin weeeit und heiß, voller Staus, Staus und nochmals Staus, aber es hat sich bei so viel MEER und Gastfreundschaft trotzdem mehr als gelohnt. Aber der Reihe nach.

Donnerstags fuhren wir die erste Etappe rauf in den Norden über Hannover. Kurz vor Mitternacht checkten wir in unserem Bed & Budget ein, um ein paar Stunden schlafen zu können. Das hat sich ausgezahlt. Die Unterkunft ist günstig und sauber und man erreicht für die Weiterfahrt schnell wieder die Autobahn. Viel Zeit hatten wir leider nicht, um mal einen Blick auf die Stadt Hannover zu werfen. Es lagen nämlich immer noch 380km vor uns, inklusive der genannten Staus. Diese hielten uns dann den rest des Tages auch ziemlich auf Trapp. Doch mit einer Mischung aus Singen, Nola Note und Pippi Langstrumpf-CD’s hatte sogar Alejandra noch Spaß auf der mobilen Odysee.

Gegen späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel Ribnitz, bei Kaiserwetter! Moni und Lutz empfingen uns mit selbstgemachten Kartoffel-Salat und frischer Wassermelone, womit die Strapazen der langen Fahrt schnell vergessen waren. Und mit ihrer sicheren Antenne für unsere Bedürfnisse wurde gleich der nächste tolle Vorschlag gemacht: Noch eine Runde ans Meer? Na, das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Zügig packten wir die Badesachen zusammen und sprangen ins Auto Richtung Ostseebad Dierhagen.
Bei wolkenlosem Himmel und über 30°C Lufttemperatur bot uns der Strand eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch. Alejandra war total aus dem Häuschen. DA WAR ES, das viel umschriebene Meer! Obwohl sie in ihrem Leben bereits das Mittelmeer, den atlantischen- und den pazifischen Ozean und die Nordsee erlebt hat, registrierte sie das Meer hier zum ersten Mal bewusst. Es war so schön, ihre Begeisterung dafür zu beobachten. Schneller als der Blitz sprang sie in die Wellen und planschte, sammelte Muscheln mit Moni und beobachtete die Möwen, die über sie hinwegflogen.

Für den nächsten Tag hatten Moni und Lutz schon eine Tagestour für uns organisiert. Klar, wir wollten natürlich auch was von der herrlichen Umgebung sehen. So ging es für einen kurzen Zwischenstopp nach Wustrow, um einen kleinen Spaziergang über die dortige Seebrücke zu unternehmen. Wieder bot uns das schöne Wetter das Licht für wunderbare Bilder. In diesem Punkt hatten wir wirklich Glück: Selten wird es an der Küste so warm wie an diesen Tagen. Wir fühlten uns ein wenig wie an einem Karibikstrand, auch wenn die vielen Strandkörbe nicht über das deutsche Ostsee-Feeling hinwegtäuschen konnten 🙂

Als nächstes machten wir einen Halt in Wieck am Darß, wo wir einen kurzen Schlender über den Biomarkt wagten. Da lief uns auf einmal meine Mutter mit ihrem Freund über den Weg, von denen ich wusste, dass sie in dieser Region zu dieser Zeit Urlaub machen, jedoch nicht genau, wo. Es fielen ein riesen „Wuuuuuah“ und „Hallloooooo“ und Freude, aber wir hatten wenig Zeit und mussten weiter. Auf dem Tagesprogramm stand u.a. noch der Besuch am Nordstrand in Prerow. Dort weilten wir jedoch nur kurz, weil ein leichter Regenschauer aufzog, woraufhin wir uns in die Teeschale in Prerow zurückzogen – ein sehr uriges und urgemütliches Cafe mit großer Wiese für Kinder zum spielen, unbedingt empfehlenswert!

Der Höhepunkt des Tages war jedoch der Besuch im Ozeaneum in Stralsund. Nach einem kurzen Rundgang in Monis Geburtsstadt ging es zur „Liebeserklärung an die Meere“, wie das Museum auch oft genannt wird. Und das ist es wirklich: Mit viel Fingerspitzengefühl für die fehlende Kenntnis der Menschen für die Meere versucht das Museum, in verständlichen und portionierten Ausstellungspunkten Aufklärung über unser sensibles Ökosystem zu leisten. Den Meeren wird dabei eine ganz zentrale Rolle zugetragen, was für alle Altergruppen ansprechend dargestellt wird. Alejandra hatte zudem soviel Freude an den Aquarien und der großen Kinderspielecke, die wie ein großes Korallenriff aufgebaut ist. Besonders beeinruckend für uns alle war jedoch die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ am Schluss des Rundgangs. Hier hängen ein Pottwal, ein Blauwal, ein Orca und ein Buckelwal mit Kalb in Originalgröße von der Decke. In regelmäßigen Lichtshows werden ihre Laute eingespielt und alle dargestellten Arten kurz erklärt und auf die Notwendigkeit ihres Existenzschutzes hingewiesen. Toll! Einen Besuch können wir demnach absolut empfehlen. Und da es bereits Samstagabend war, hatten wir das Ozeanum fast ganz für uns allein.

Am nächsten Morgen packten wir früh unsere Taschen Richtung Heimkehr. Heute mussten wir den Weg in einem Rutsch zurückfahren, der gute zehn Stunden Fahrt beanspruchen sollte. Doch trotz neuer, diverser Stauwarnungen waren wir nach 1,5 Tagen Ostsee und einer riesen Portion Herzlichkeit ala Moni und Lutz so entspannt, dass uns das nicht mehr schocken konnte. Fazit: All you need are friends! Danke für das schöne Wochenende, ihr Beiden 🙂

2 Kommentare zu „mehr, mehr…MEER!

    funki50 sagte:
    August 10, 2013 um 7:11 pm

    Hallo Sarah,
    ein toller Bericht und super schöne Fotos! Es war sehr schön mit Euch! Wann kommt Ihr wieder? 🙂
    Liebe Grüße Moni&Lutz

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