Erfrischend Leiblich!

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Körpergefühl wiederentdecken! It was a hard winter....

Wenn Papa einen Neurologie Kongress in Leipzig besuchen will, dann kommen seine beiden Frauen natürlich mit. Wann hat man sonst die Gelegenheit, alte Erinnerungen wieder aufzufrischen und gleichzeitig eine Pause vom Alltag zu machen?

2008 waren Julian und ich schon einmal gemeinsam in „Leiblich“ bzw. Leipzig (sehr niedlich, wenn Alejandra Leipzig aussprechen möchte). Damals besuchten wir in guter alter Gruftimanier das Wave-Gotik-Treffen, kurz WGT, und knutschten noch in Lack und Leder. Heute touren wir zwar lieber in Leinenhosen – auf Reisen wesentlich bequemer – doch dafür war es in Leipzig leider zu kalt. Mittwochnacht wurden mit -5°C Außentemperatur empfangen und freuten uns dann umso mehr auf unser kuscheliges Hotel. Übrigens sind wir auch hier Wiederholungstäter: Das Galerie Hotel Leipziger Hof war schon beim WGT unsere feste Adresse. Dort ist es gemütlich und familiär.

Papa ging also drei Tage lang fleißig in die Alma Mater Lipsiensis, um sich dort wichtige neurologische Vorträge über Dies und Das anzuhören. Alejandra und ich nutzten die Zeit, um es uns richtig gut gehen zu lassen.

Donnerstags schauten wir uns erst mal allerlei Sehenswürdigkeiten an: Nicolaikirche, Moritzbastei, die ehrwürdige Universität und auch ein Leipziger Vapiano sollte man besucht haben (super kinderfreundlich… ;)). Abends ging es gemeinsam mit Papa in die „Grünauer Welle“, um mal richtig abzuplanschen. Wir alle hatten unseren Spaß, auch wenn uns die Temperatur des Wasserbeckens Frostbeulen auf den Körper bescherte. Bei derart eisigen Graden in Leipzig wäre es etwas wärmer schöner gewesen. Aber der Schwimmbadbesuch erfüllte trotzdem seinen Zweck: Wir hatten am Ende eine glucksglückliche-superübermüdete Tochter.

Das eigentliche Highlight folgte jedoch am Freitag. An diesem Tag hatten wir uns den Leipziger Zoo vorgenommen. Und trotz noch niedrigeren Temperaturen als am Vortag düsten wir über drei Stunden von Flamingos zu Pinguinen, zum Aquarium und Erdmännchen, Pferden, Tigern und Löwen und zuletzt zu den Elefanten. Ordentlich durchgefroren – und das ist nicht untertrieben – schritten wir schließlich ins zooeigene Gondwanaland ein. Und da kann man nur sagen: WOW! 35°C Innentemperatur und ein feuchtschwüler Regenwald wehten uns entgegen. Ich zog Alejandra bis auf ihren Body aus und sie taute sichtlich auf. Sie rannte von einer Pflanze zur anderen und rief immer wieder „ein großer Baum“, „wooooow, super“ oder „coooool“. Es war eine riesengroße Freude, sie so begeistert zu sehen. Ich kann nur jedem empfehlen, ob mit Kind oder ohne, mal das Gondwanaland zu besuchen. Besonders die Fernwehsüchtigen kommen auf ihre Kosten. Man hat wirklich den Eindruck, im tiefsten asiatischen, afrikanischen oder südamerikanischen Urwald zu stecken. Und bei diesem hartnäckigen Winter könnte das doch jeder gebrauchen, oder?

Samstags ging es wieder nach Hause. Fazit ist jedoch, dass der Tripp ruhig noch etwas länger hätte dauern können. Abgesehen davon, dass die Leipziger eines der nettesten Völkchen sind, die wir seit unserem Down-Under-Tripp kennengelernt und wir uns überall willkommen gefühlt haben, ist uns mal wieder klar geworden, wie gerne wir unterwegs sind. W ir können es nicht erwarten, bis wir wieder die Pferde satteln können. Reisen ist doch einfach die Schönste Sache der Welt.

2 Kommentare zu „Erfrischend Leiblich!

    Jenny sagte:
    März 25, 2013 um 7:36 am

    Witzig – genau mit dieser Motivation waren wir letztes Wochenende auch im Gondwanaland 🙂 Wobei ich sagen muss: Das trübe Winterlicht, das durch die riesige Kuppel fällt, bekommen sie in Leipzig leider auch nicht heller (oder sie sollten mal über Beleuchtung nachdenken), was vom Tropen-Feeling doch einiges wegnimmt. Ihr habt das Gondwana-Land ja offenbar in Ruhe genießen können – am Wochenende hat man hier eine recht authentische Südostasien-Erfahrung mit Millionen anderer Menschen 😉
    Schön, dass euch LE so gut gefallen hat – wartet mal ab, bis ihr in Dresden wart! Eine Führung durch die Neustadt bekommt ihr von uns gern.

    PS: Wasn mit dem schönen Travel Theme passiert? Ich mochte den Fisch am Angelhaken so gern… 😦

      Familie Bauer auf Weltreise sagte:
      März 26, 2013 um 8:58 am

      Leider hat das Fishy-Travel-Theme so lange für das Laden der Bilder gebraucht. Da haben wirs pragmatisiert…und das Dresden-Angebot nehmen wir gerne an 🙂
      Ja, wir hatten Glück bei unserem Aufenthalt im Gondwanaland. Es war relativ leer. Und ich muss sagen, trotz des Kuppelichtes, war es mein schönstes Sommerfeeling seit 6 Monaten. Der Frost nimmt ja kein Ende 😦

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