Goodbye Iceland, Hello Faroe Islands!

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Flagge der Feringer, Tórshavn, Färöer Inseln 2012Wir haben Island und die Hafenstadt Seyðisfjörður hinter uns gelassen – wo zur selben Zeit übrigens auch Sean Penn und Ben Stiller residierten –  und sind wieder auf den Färöer Inseln angekommen. Der Abschied aus Island ist uns schwer gefallen – wir hätten gerne noch ein paar Tage in diesem außergewöhnlich schönen Land verbracht. Auch diese Reise ging viel zu schnell zu Ende. Wobei ich ehrlich hinzufügen muss: Island ist ein fantastisches Reiseziel, aber nicht zu vergleichen mit Australien oder Neuseeland. Dort könnte ich für immer meine Zelte aufschlagen. Island wirkt sehr viel einsamer und auch die Temperaturen wären mir auf Dauer viel zu niedrig. Auch wenn man sich wahrscheinlich an alles gewöhnt 🙂

Die Rückfahrt auf der Smyril Line begann wackelig. Bei Windstärke 9 und bis zu 5 m hohen Wellen wurden wir besonders in der Nacht ordentlich durchgeschüttelt. An Schlaf war nicht zu denken. Aber so ging es scheinbar dem halben Schiff. Am Morgen beim Frühstücksbuffet schauten wir in müde Gesichter und tiefe Augenringe. Der Wachkomazustand hielt die Leute jedoch nicht davon ab, auf die Färöer Inseln zu strömen, die wir gegen Nachmittag erreichten. Einige buchten Bustouren über die Inseln. Da wir das schon letztes Mal gemacht hatten, entschieden wir uns für ein Sight-Seeing in Tórshavn.

Die Hauptstadt Tórshavn verdankt ihre Popularität vor allem dem großen Fähr- und Yachthafen und der Fischerei. Hier wohnen Heute knapp 20.000 Menschen, etwa 40% der färöischen Bevölkerung – im Vergleich: 1801 waren es noch 554 Einwohner. Man könnte meinen, dass jene Zahlen doch nur einen Hasenfurz im Vergleich zu den pulsierenden Großstädten dieser Welt darstellen. Aber Tórshavn ist moderner und belebter als man sich es vorstellt. Überall auf den Straßen ist Leben: Schiff-, Bus-, Auto- oder Mottoradverkehr, es ist immer etwas in Bewegung. Es gibt furchtbar schicke Cafés und Restaurants mit unglaublich schönen Frauen an der Rezeption, die alle nach den neusten Trends gekleidet sind. Die Quelle dafür ist das große Shoppingcenter „SMS“, welches die Dimensionen einer Römerpassage in Mainz bei Weitem übersteigt. Die Geschäfte sind voll und die Coffee-to-go’s kleben trophäenartig an jeder Hand. Dennoch wirken die Feringer in keiner Weise unzugänglich oder anonym. Mit jedem, der wollte oder nicht anders konnte, kamen wir ins Gespräch – sogar manchmal auf Deutsch. Deutsch gehört hier zur Schulbildung ebenso dazu wie Englisch und Dänisch.

Wir liefen  uns die Beine wund und wurden dabei mit einem knallharten Wind konfrontiert. Aber auch das ist normal auf den Färöer Inseln. Es war nicht kalt, erst recht nicht für die Feringer. Bei 13°C Außentemperatur war es sogar überdurchschnittlich warm und nur die Touris trugen dicke Windjacken und Schals.

Julian entdeckte einen Plattenladen mit ausschließlich Musik von färöischen Bands im Angebot. Wir lernten ein Mitglied der Band „SiC“ kennen, die auf den Färöern recht berühmt sind (schaut mal bei youtube rein, da gibt’s einiges von denen zu hören). Er erklärte uns, dass sie aber nicht auf Färöisch singen – damit kann man international eben doch kein Geld verdienen.

Am Abend kamen wir ganz geschafft wieder auf der Smyril Line an. Im Spielzimmer lernten wir Justin und seine Eltern aus den Niederlanden kennen. Justin ist in Alejandras Alter und die beiden Kleinen tobten sich über eine Stunde in dem weichen Plastikkäfig aus – ein Eldorado für Kinder von 0-6! Alles ganz weich und bunt und auf zwei Etagen. Danach fiel Alejandra in einen komatösen Schlaf und war die nächsten zehn Stunden nicht mehr wach zu kriegen. Danke, Smyril Line!

Ein Kommentar zu „Goodbye Iceland, Hello Faroe Islands!

    Vera Pohl sagte:
    September 10, 2012 um 1:01 pm

    Herzlich Wilkommen im hochsommerlichen Herbst in Mainz, MaOmi

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