Wie ist die Lage, Mr.Ed?

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Ein Island-Pferd ganz neugierig an unserem Touran, Island 2012In Sauðárkrókur angekommen schmeichelt uns noch die Sonne. Es ist im Vergleich zu den letzten Tagen so mild und angenehm, dass wir beim Abendspaziergang in dem verschlafenen Nest gar keine Jacke mehr brauchen. Apropos SpazierGANG: Alejandra läuft immer noch nicht alleine. Und für alle ungeduldigen Frager: Wir glauben, dass das mindestens noch bis nach unserer Rückkehr so bleiben wird 🙂

Sauðárkrókur ist – mit Verlaub – nicht der schönste Ort auf der Insel. Er hat knapp 2600 Einwohner, von denen wir aber erst welche sehen, als wir im Restaurant Olafshus zu Abend essen. Die Freundlichkeit und die Herzlichkeit der Einwohner sind dennoch Grund genug, Sauðárkrókur einen Besuch abzustatten. Und um im Hotel Tindastóll – dem ersten Hotel Islands – eine Nacht zu verbringen. Dieses alte, restaurierte skandinavische Holzhaus sticht aus den teilweise sehr heruntergekommenen Häusern und Straßen heraus wie ein weißer Schwan. Die Atmosphäre ist familiär und die Zimmereinrichtung erinnert an Omas altes Puppenhäuschen. Es existiert sogar einen „Hot Pool“, eine natürliche heiße Schwefelquelle aus dem Boden, wie sie es hier in Island zu Hunderten gibt. Da packen wir uns am Abend hinein und genießen den aufgehenden Mond über unseren Nasen. Boah, das ist schön!

Wir bleiben nur für eine Nacht in Sauðárkrókur. Am nächsten Morgen ist von der Sonne nichts mehr zu sehen, aber die Temperaturen sind weiterhin mild – PUH! Mit Nieselregen machen wir uns wieder auf, Richtung Ringstraße 1.
Über die Ringstraße 1 kann man Island auf relativ ausgebautem Pflaster einmal komplett umrunden. Die Orte, in denen wir übernachten, liegen allerdings abseits davon, und so müssen wir die Nebenstraßen benutzen, die meist aus Schotterpisten bestehen. Aber egal ob Schotterpisten oder Ringstraße – auf eins muss man auf Island immer gefasst sein: verrückte europäische Fahrradfahrer auf dem Selbstfindungstripp, Schafe und Island-Pferde. Die Maximal-Geschwindigkeit mit dem PKW ist 90 km/h und das ist auch angebracht, weil irgendwo in der Ferne doch wieder ein Schaf, Pferd oder Radfahrer auf der Straße steht, auf das oder den man vorbereitet sein muss. Die lieben Tiere machen nämlich selten Anstalten, die Straßen zu verlassen. Sie erkundigen erst mal, was da überhaupt auf sie zukommt. Wir lassen sie dann natürlich schnuppern, lecken und gucken, weil wir keine Lust auf den Unmut eines Island-Pferdes haben (siehe Foto). Alejandra hat dabei am meisten Spaß. Mister Ed lunzt ja nicht jeden Tag direkt durch die Autoscheibe.

Am späten Nachmittag kommen wir auf der Halbinsel Snæfellsnes an. Dieser sehr dünn besiedelte Teil der Südküste empfängt uns mit einem Regen- und Nebelschauer vom Feinsten. Aber irgendwie passt das Wetter an diesen Ort. Die endlosen Sand- und Steilküsten, die grünen Wiesen und die fast vegetationslosen Lavafelder bekommen dadurch einen leicht mystischen Touch. Der richtige Ort für kreative Inspirationen. Große Werke wie Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ beginnen beispielsweise am hiesigen Snaefellsjökull. Der 1446 m hohe Vulkan taucht auch in den vielen Sagas Islands immer wieder auf. Man erzählt sich sogar, dass dort schon UFO’s gelandet sein sollen.

Snæfellsnes ist übrigens der beste Ort in Europa, um Blauwale zu beobachten. Da sich aber kaum ein zahlungswilliger Tourist hierhin verirrt, hat das ansässige Whale Watching-Unternehmen seine Tore nach einem kurzen Versuch wieder dicht gemacht. Sehr schade! Ein Blauwal leckt zwar nicht dein Autoscheibenfenster ab, es wäre jedoch ein mindestens genauso aufregendes Erlebnis, ein 33 m langes Säugetier einmal auf dem Ozean zu erleben. Wer weiß, vielleicht kommt der Tag irgendwann.

3 Kommentare zu „Wie ist die Lage, Mr.Ed?

    Bauer sagte:
    September 2, 2012 um 8:47 am

    Sind Eure Begleiter Pferde, oder Ponys, oder was dazwischen. Das Wetter ist wohl islandtypisch und der R egenbogen sieht so flach aus? Das Wetter ist es wohl islandtypisch und völlig normal, was aber echte Freaks nicht stört !!!!! Glückwunsch zu dem großen Wal und weiter tolle Eindrücke. Grüße an die drei drolligen Trolle von Mam und J.

    MaOmi sagte:
    September 2, 2012 um 8:24 pm

    Könnt Ihr Mr. Ed fragen, ob er mitkommt- er gefällt mir sehr gut, liebe Grüße MaOmi

    Julian sagte:
    September 4, 2012 um 12:22 pm

    Hallöle Mam! Ja, das müssen wir selber nochmal nachschauen, was das für Pferde waren, die unsere Fenster und Rückspiegel abgeleckt haben. Bei den Walen sagt einem das ja noch der Tourguide…
    Hallo MaOmi, Mr. Ed gefällt es hier besser, sagt er, aber wir lassen nicht locker. bei uns ist es doch schön warm…

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