Adventure, Baby!

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Familie Bauer am Great Barrier Reef, Australien 2012

Wir sind in Cairns angekommen. Für viele Reisende und so auch für uns ist das die letzte Station an der Ostküste Australiens. Zumindest schlaftechnisch. Die Tage nutzen wir, um ein Abenteuer nach dem anderen zu erleben. In Cairns und Umgebung gibt es nämlich allerhand zu sehen, wovon Euch unsere Alejandra jetzt erzählen möchte…

Liebe Leser, willkommen in den Wet Tropics! Meine Eltern und ich verbringen die letzten Tage in Australien im wahrsten Sinne tropisch, aber vor allem paradisisch. Wir haben völlig unerwartet Sonne satt – alle Reisenden, die wir auf dem Weg hier hoch trafen, haben uns von sintflutartigen Regenfällen erzählt und uns davon abgeraten, weiter in den Norden zu fahren. Davon merken wir nichts. Am ersten Tag lassen wir uns wie alle hier die Sonne auf den Bauch scheinen, schwimmen in Cairns „Lagoon“ und mampfen Burger am Strand. Beim Souvenir-shoppen sind dann alle ganz wild auf mich. Eine Ladenbesitzerin will mich sogar adoptieren. Mama und Papa wollen mich aber lieber behalten, sagen sie.

Was wir mit Ocean Girl, Steve Irwin & James Cook gemeinsam haben
Am zweiten und dritten Tag hier geht’s dann endlich rund, so wie ich es mag. Stillstand finde ich doof, ich möchte lieber ständig in Bewegung sein und Leute treffen, die mir bescheinigen, dass ich das liebste, aufgeweckteste und freundlichste Baby bin, das sie je getroffen haben. Meine Eltern scheinen diesen Wunsch zu berücksichtigen und buchen eine Tagestour zum Daintree Rainforet und zum Cape Tribulation und eine weitere Tagestour zum Great Barrier Reef zum schnorcheln.

Mama möchte unbedingt in den Daintree Rainforest, weil da ihre Lieblingsserie aus Kindertagen gedreht wurde, „Ocean Girl“. Tatsächlich sieht der Regenwald – übrigens mit 135 Millionen Jahren der älteste Regenwald der Welt – aus wie in der Serie. Wir gehen in einem natürlichen Creek schwimmen und obwohl das Wasser ziemlich frisch ist, plansche ich mit Freuden darin. Schwimmen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.

Auf einmal ein Schrei aus dem „Daintree Centre“. Was ist nur mit Mama los? Oh, sie hat in der Toilettenkabine eine riesige Huntsman-Spider gesichtet und ist ganz bleich. Alle rennen hin und machen Fotos von dem großen Viech. Tja, die ist wohl neben mir die größte Attraktion des Regenwalds.
Weiter geht es über den Daintree River, wo wir einen auf Steve Irwin machen und Krokodile beobachten. Wir sehen gaaaaaaanz viele und fahren nahe ans Ufer, wo sie ihr angsteinflößendes Maul weit aufsperren. Wir sehen sogar Babys, die sind ja viel kleiner als ich! Trotzdem sind wir vorsichtig. Krokodile greifen im Jahr 2-3 Menschen in Australien an und wir wollen nicht auf der Speisekarte stehen.
Später geht es weiter ans Cape Tribulation, welches seinen Namen natürlich vom guten alten James Cook hat. Da er mit seinem Schiff dort auf Grund gelaufen war, musste er dem Kap natürlich wieder einen trübseligen Namen geben – so wie seinen meisten „Entdeckungen“.
Mama und Papa fotografieren wild, denn auch hier ist eine Drehstelle von „Ocean Girl“ und Mama hält schon nach Buckelwal „Charly“ Ausschau.

Am nächsten Morgen geht es früh nach Port Douglas, um mit dem Boot ins eineinhalb Stunden entfernte Great Barrier Reef zu fahren. Jeder zweite kübelt, weil die See so wild ist. Mir macht das nichts, ich bin ja erfahren und auch ziemlich hart gesotten. Ich strahle lieber die Menschen an, die noch nicht seekrank geworden sind und auf einmal wollen wieder alle ein Foto von mir machen. Dieses Treiben erhöht sich noch, als Mama und Papa mir später einen Schwimmanzug anziehen und mit mir im Riff schwimmen gehen. Alle müssen einen Schwimmanzug tragen, wegen den doofen Quallen im Wasser. Aber ich bin mit Abstand die jüngste Schwimmerin und das scheint alle um den Verstand zu bringen. Ich höre, ich hätte ein gutes Karma und „a lovely Nature“. Und tolle Eltern!

Das Schwimmen macht suuuuper viel Spaß. Mama passt auf, dass ich nicht abtreibe und Papa schnorchelt. Das Wasser ist ganz warm und um uns herum schwimmen Fische, die sind so groß wie ich! Wow, ist das aufregend. Später schauen wir uns die Unterwasserwelt noch von einem Glasbodenboot aus an uns sehen sogar einen Riffhai. Ich patsche immer an die Scheibe, weil ich wieder ins Wasser will. Na, welches Baby kann schon von sich behaupten, mit einem Alter von neun Monaten schon im großen Great Barrier Reef geschwommen zu sein? Ich kenn keins 🙂

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