A kept secret: Cape Saunders

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Cape Saunders, Otago Peninsula, Neuseeland 2012Die letzten drei Tage haben wir einen großen Sprung von Kaikoura nach Dunedin gemacht. Aber der der Reihe nach:

Am 05.03. verließen wir Kaikoura bei herrlichstem Sonnenschein (!!!) mit einer lieben Umarmung von Julie mit dem Versprechen, beim nächsten Family Leave (Elternzeit) zurückzukommen. Na Logo! Wir waren schon etwas traurig, Kaikoura war einer unserer kleinen Höhepunkte während unserer Reise. Zum Abschied gabs auf den SH1, der direkt am Meer Richtung Christchurch liegt, wilde Dusky Dolphins beim spielen und paaren. Wie beim letzten Mal. Die Meeressäuger hier sind in der Tat zuverlässig.

Nun fuhren wir erst mal. Eine unserer Durchquerungsstädte war Christchurch. Hier war vor einem Jahr das große Erdbeben, was nicht nur eine Städteflucht der Einwohner zur Folge hat, sondern auch eine immense Zerstörung der Infrastruktur, die uns beeindruckte. Wir waren sehr ergriffen von diesem Anblick. Überall sah man Ruinen oder das, was mal eine Kirche, ein Haus oder ein Hochhaus war und jetzt nur noch zur Hälfte steht. Die Menschen hier müssen wahnsinniges Leid ertragen haben. Natürlich ist es nicht mit einer humanen Katastrophe wie Haiti zu vergleichen, aber dazu ist Neuseeland als Land einfach viel zu gut auf Erdbeben vorbereitet und deswegen gab es auch „nur“ 200 Tote. In Neuseeland gibt es täglich Erdbeben, hier sieht man in einem Link, wo die letzten stattgefunden haben: http://www.geonet.org.nz/earthquake/quakes/recent_quakes.html

Wir hatten Probleme, aus der Stadt rauszufinden, weil kaum eine Straße passierbar war und wir ständig umgeleitet wurden. Irgendwie schafften wir es aber doch und nahmen Fahrt auf Richtung Timaru, wo wir die heutige Nacht verbringen wollten. Alejandra hat zum Glück die ganze Zeit ein Schläfchen auf der Rückbank mit ihrem neuen besten Freund Karl Marx gehalten, einem ROTEN Stoffkalmar aus Kaikoura (wem fällt das Wortspiel auf?)

Timaru ist die Hauptstadt des Timaru-Distrikts und nicht wirklich schön, obwohl es eine bedeutende Hafenstadt und die größte Stadt der Region Süd-Canterbury auf der Südinsel Neuseelands ist. Sie liegt 160 km südlich von Christchurch und 200 km nördlich von Dunedin an der östlichen Pazifikküste der Südhalbinsel. Wir kamen im „Anchors Motel“ unter. Schäbig, geführt von einem Trash-Pärchen ala Quentin Tarantino, aber was soll man machen. War aber wahrscheinlich trotzdem unsere erste und einzige Motel-Erfahrung.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Dunedin, die zweitgrößte Stadt auf der Südinsel. Beim einfahren weht einem direkt das studentische Flair um die Nase – überall Studenten mit Büchern und coolen Styles, die Richtung Campus laufen. Der Name Dunedin stellt die anglisierte Form des schottisch-gälischen Namens Dùn Èideann für Edinburgh dar und bedeutet „Stadt auf dem Hügel“. Das ist auch tatsächlich so. Als wir schon in Wellington dachten, dass es in dieser Stadt nur rauf und runter gibt, so ist das gegen Dunedin noch harmlos. Hier gibt es STEIL! Mit der Baldwin Street hat Dunedin sogar die steilste Anliegerstraße der Welt zu bieten. Amazing!!!
Wir sind in einer schönen Jugendherberge direkt im Zentrum, nahe der berühmten Geschäftsstraße „Octagon“ untergebracht. Da waren wir auch gleich Café trinken, Café trinkt man außerordentlich gern und viel im schönen Dunedin.
Im Anschluss überlegten wir uns spontan, in den „Moana Pool“, ein großes Schwimmbad, zu gehen, um Alejandra etwas auszupowern. Das war richtig schön. Alejandra freundete sich direkt mit der elfjährigen Larice an, mit der sie in der folgenden Stunde im Wasser tobte. Die beiden waren gar nicht mehr zu trennen. Wir haben selten ein Kind erlebt, dass sich so besonnen und einfallsreich mit unserer Maus beschäftigt hat.

Am folgenden Tag gings zu einem Ausflug zur Otago Peninsula. Die Otago Peninsula ist eine ca. 30 km lange und bis zu 12 km breite Halbinsel mit den unterschiedlichsten Wildtieren Neuseelands, die man hier in freier Laufbahn beobachten kann. Die steilen Klippen, der wilde Ozean und die beeindruckende Flora und Fauna waren wirklich eine Wucht! Alejandra schaute sich ganz andächtig alles an und wir fragten uns, ob sie ebenso erstaunt war über die tollen Naturschauspiele wie wir oder einfach nur skeptisch, weil ihr der Wind um die Nase pfiff. Zum Glück haben Amas Shell-Anzug und die Pantoffeln von MaOmi wieder ganze Arbeit geleistet.

Was uns aber am meisten beeindruckt hat, war das Cape Saunders. Es liegt fern der touristischen Routen und ist nur auf steilen, ungesicherten Schotterpisten erreichbar. Puh, ganz schön aufregend. Es stand nicht mal im Lonely Planet und so folgten wir unserem Driver Atlas, wo wir das Cape erst entdeckt hatten.
Der Wind wehte uns fast weg, aber der Anblick des Kaps war einfach nur ATEMBERAUBEND. Einige Besucher des Kaps sind in der Vergangenheit leider zu mutig gewesen und umgekommen. Wir hielten braven Sicherheitsabstand zu Punkten, an denen man ins Meer gespült werden kann und machten einfach ein paar schöne Fotos. Enjoy!

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