Do you come from a Land Down Under?

Gepostet am Aktualisiert am

Julian, Sarah & Alejandra, Opera House, Sydney, Australien 2012

Ein Wochenende in Down Under. Besser gesagt in Sydney, der heimlichen Hauptstadt des roten Kontinents. Die eigentliche Hauptstadt Canberra liegt zwar nur etwas weiter südlich, kann aber mit dem Besucheransturm auf Sydney nicht mithalten. Hier treffen sich so gut wie alle: Backpacker, Geschäftsleute, Urlauber und die, die sich als Einheimische bezeichnen. Dabei sind die echten Einheimischen der Stadt die Eora. Als 1788 Kapitän Arthur Phillip die erste europäische Siedlung um Sydney aufbaute, wurden die Eora alleridngs gewaltsam vertrieben. Ja ja, so sind sie, die Europäer. Heutzutage sägen sie Christian Wulff ab, wenn man mal ans andere Ende der Welt fliegt. Das hat aber gedauert! Schon auf La Gomera haben wir uns gefragt, wann die Hinrichtung stattfinden wird.

Nun aber mal zu uns und unserem grandiosen Aufenthalt in Sydney. Nach der „bad weather forecast“ der vergangenen Tage waren wir mal gespannt, ob sich Sydney wieder so sonnig präsentieren würde wie bei unserem letzten Besuch. Und wer glaubts – Samstagmorgen schien Sonne satt. Hatten wir ein Glück!
Gegen halb zehn Uhr holte uns Fabi vom Hotel ab, das glücklicherweise auf direktem Weg zum Circular Quay im Stadtzentrum liegt. Von dort aus begann die „Tour alá Fabi“: Wir suchten uns erst mal ein Sydney-typisches Frühstückscafé, um im australischen Flair unser Wiedersehen zu bequatschen. Nach langem Suchen fanden wir schließlich eins, gar nicht so leicht an einem Samstagmorgen.
Im Anschluss ging es rein ins Getümmel: Auf in die Shoppingmeile der Stadt! Ich brauchte noch Flip Flops, schließlich gehört das zum guten Ton der Australier! Fabi zeigte uns einen der zahlreichen Flip Flop-Automaten in der City. Sachen gibts (siehe Foto)!!!

Weiter zeigte Fabi uns all die kleinen Parks, die die City trotz zahlreicher Wolkenkratzer alle paar Meter präsentiert (z. B. den Hyde Park). In einem Park saßen sogar Fledermäuse, sogenannte „Flughunde“ im Baum und machten einen höllischen Krach (siehe Foto).
Von dort aus ging es zum Opera House und ins Opern House (dessen Aufzug übrigens kein Dach hat) und anschließend mit der Fähre unter der Harbour Bridge durch Richtung Darling Harbour. Unterwegs fand ich einen Stand, der das berühmte „Gaytime“-Eis verkaufte, welches ich schon bei unserem letzten Besuch hier in Sydney unbedingt essen wollte und nicht mehr geschafft habe. Wow, war das lecker.
Letztendich liefen wir noch durch Chinatown wieder Richtung Stadtzentrum. Und wer machte das alles wieder mit wie ne Eins? Richtig, unser Pupsi! Mit viel staunen und lachen wickelte sie auch Fabi um den Finger und schlief irgendwann während der Tour seelig in Papis Arm ein.

Am nächsten Morgen noch immer keine Spur von schlechtem Wetter. Wir gingen zeitig frühstücken und wagten ein Experiment. Wer kennt Vegemite? Das ist ein Brotaufstrich von KRAFT, der zur australischen Kultur gehört wie die/der/das Nutella zum deutschen Frühstückstisch. Julian schmierte sich etwas davon auf seinen Toast und reagierte nur mit einem lauten „WÄÄÄÄÄÄH“, was ich im Anschluss noch einmal wiederholte. Probiert es mal aus, da ist Känguruhoden aus dem australischen Dschungelcamp sicher nix gegen.
Gegen Nachmittag trafen wir uns mit Verena in der U-Bahn Richtung Bondi Beach, DEM Surf-Strand Sydneys und einer der berühmtesten Strände Australiens. Er ist bekannt für seine hohen Wellen und seinen starken Strömungen. Aus diesem Grund sind überall Warnschilder aufgestellt, die die Leute allerdings gerne ignorieren. Als wir ankamen, war der Strand VOLL und jede Menge Menschen im Wasser. Am Strand standen die „Bondi Rescue Lifeguards“, über die es hier in Australien übrigens auch eine Reality-Show gibt. Sie riefen ständig etwas in ihr Megaphon, was aber keiner durch die starke Brandung verstand.
Uns war das wurscht. Wir machten uns einen schönen Tag an der Promenade zwischen hippen Backpacker-Cafés und Touri-Ständen. Irgendwann hatten wir genug, und schlenderten Richtung Wohnviertel, wo wir auf einen kleinen Verkaufstand trafen. Dort lernten wir Doreen kennen, eine deutsche Auswanderin und seit sieben Jahren in Sydney lebend. Um etwas Geld zu verdienen, verkaufte sie den alten Plunder aus ihrem Haus. Wir kamen ins Gespräch und blieben etwa eine Stunde bei ihr sitzen, um über Gott und die Welt zu plaudern. Zwischendurch fütterten wir uns Pupsi und wurden von Ameisen gebissen, die im Gras am Straßenrand rumliefen.

Gegen späten Nachmittag juckten uns aber doch noch mal die Füße. Wir liefen Richtung Beach, um das Surf-Feeling hautnahe mitzuerleben. Bondi verspricht wirklich nicht zu viel. Der Strand ist einladend, sauber und das Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes mitreißend. Alejandra bekam bei den Wellen so viel Angst, dass sie sich ganz schnell in Papas Arm vergrub. Höchste Zeit, um noch eine Kleinigkeit im „The Italian“ zu essen und dann mit Bus und U-Bahn zum Hotel zurückzufahren. Langsam zog auch ein übles Gewitter am Horizont auf.

Nun sitzen wir wieder im Hotelzimmer, haben frisch mit Ama und Apa geskypt und sehen zu, wie Sydney im Regen versinkt. Hier ist gerade sowas wie ein kleines Unwetter und wir hoffen, dass die liebe Verena schön im Trockenen in ihrer Gastwohnung in Kings Cross sitzt. An dieser Stelle liiiiiebe Grüße an Vera Poison!

Morgen geht es ab nach Auckland und wir freuen uns, endlich mal länger als 2 Tage zwischen Flughafen und Stadt herumzugondeln. NEW ZEALAND, HERE WE COME!

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